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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

09. Dezember 2016 | 16:26 Uhr

Investition in Plau : VS baut Seniorentagesstätte in Plau

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gestern war Grundsteinlegung für das 1,2 Millionen-Projekt Am Köpken. Fertigstellung des Hauses mit 18 Plätzen für Sommer 2017 geplant

Temperaturen zum ersten Mal in diesem Jahr unter der Null-Grad-Marke – da wunderte es nicht, dass es Ruth Richter-Schultz gestern morgen eilig hatte. Die Geschäftsführerin des Kreisverbandes der Volkssolidarität Parchim e.V. hatte zur Grundsteinlegung in das Plauer „Entwicklungsgebiet Quetziner Straße“ eingeladen. Hier, genauer gesagt Am Köpken 36, wird die VS in den nächsten Monaten eine Seniorentagesstätte bauen. Die Kapazität der Einrichtung wird bei 18 Plätzen liegen. In den neuen Standort wird die VS auch ihren ambulanten Pflegedienst integrieren, kündigte die Geschäftsführerin gestern an und nannte „das einfach eine ideale Kombination“.

Bereits 2012 hatte der Verband seine erste Seniorentagesstätte in Parchim eröffnet. Da die nach nur einem Jahr nahezu voll ausgelastet gewesen sei, hatte sich der Kreisverband entschlossen, dem steigenden Bedarf bei der Tagesbetreuung für kranke und pflegebedürftige ältere Menschen Rechnung zu tragen und an noch einem zweiten Standort Flagge zu zeigen und zu investieren. 1,2 Millionen Euro werden es Am Köpken sein.

Die Wahl war schnell auf Plau am See gefallen. Hier im Luftkurort hatte sich der Seniorenbeirat schon seit längerem für die Einrichtung von Seniorentagesstätten eingesetzt. Auf die Fürsprache des Beirates geht zum Beispiel auch die bereits im vergangenen Jahr im Plauer Ortsteil Karow eröffnete Tagesstätte. Obwohl die Privatbetreiberin die Kapazität ab Januar 2017 von 16 auf dann 20 Plätze erweitern wird, gilt die Plauer Region weiterhin als unterversorgt. Nicht im Bereich der ambulanten Pflege, jedoch im Sektor Seniorentagesbetreuung. „Und da die Zahl der über 65-Jährigen in den nächsten Jahren weiter steigen wird, haben wir gemeinsam mit der Stadt nichts unversucht gelassen, einen Träger auch für Plau zu gewinnen“, sagte Seniorenbeiratsvorsitzender Rainer Nissler gestern. Erste Gespräche mit der Volkssolidarität liefen 2013; 2014 holte die sich das Plauer Ingenieurbüro Joachim Madaus mit ins Boot, stellte Förderanträge, suchte mit der Stadt nach einem geeigneten Standort. „All das hat sich hingezogen“, bedauerte Ruth Richter-Schultz die manchmal doch sehr langsamen Mühlen der Bürokratie. Nun hofft die VS, dass der Frost vielleicht doch nochmal nachlässt und die Baufirma weitermauern kann. „Und Herr Madaus, ist es verfrüht das Ziel Fertigstellung im nächsten Sommer schon mal laut zu sagen“, wandte sich die Geschäftsführerin an ihren Projektplaner. „So als öffentliches Bekenntnis?“, fragte der und kontert, „na ja der Sommer ist ja lang.“

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erstellt am 10.Nov.2016 | 08:30 Uhr

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