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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

04. Dezember 2016 | 07:08 Uhr

Natürlich Ehrenamt : „Unser Museum ist für alle da“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Bienenförderverein Plau-Quetzin zog Bilanz der EU-geförderten Umbauarbeiten. Praxisnahe Ausbildung für die Nachwuchsimker funktioniert im Verein.

Mangels warmer Temperaturen und mannigfacher Blütenvielfalt ist das Thema Bienen in der Öffentlichkeit derzeit gar nicht so präsent, und dennoch gilt es, über Bienen und das Imkerwesen zu informieren. Seit Jahren ist dies in der Schauimkerei in Plau-Quetzin, die einst von Imker Reinhard Neumann gegründet wurde und jetzt von Frank Bode geführt wird, möglich. Nicht nur, dass hier die Bienen fleißig Nektar sammeln und damit für die Produktion des beliebten Honigs sorgen, hier wird auch umfassend das Thema behandelt. Der vor einigen Jahren gegründete Förderverein hat mit der Errichtung eines Bienenmuseums die Voraussetzungen dafür geschaffen. Zu finden sind die Räumlichkeiten gleich hinter dem Hofladen und der präsentiert sich in völlig neuer Aufmachung.

Vorbei sind die Zeiten kaputten Fußbodens, gemischter Bestuhlung aus den unterschiedlichsten Materialien, schlechter Beleuchtung… „Wir können jetzt über einheitliches Mobiliar wie Tische und Stühle verfügen, haben ein Informationssystem mit neuer Beschilderung, abschließbare Schaukästen und vieles mehr“, berichtet Reinhard Neumann bei der Beratung des Bienenfördervereins. Möglich wurde dies alles durch ein „Leader*Plus-Projekt“, das nun abgerechnet werden kann. Insgesamt wurden rund 20  000  Euro investiert, der weitaus größere Teil (über 15  000  Euro) sind durch das „LeaderPlus-Projekt“ finanziert, ein weiterer Teil durch die Umweltlotterie Bingo. Dazu kommen noch einige Eigenmittel des Vereins. So wurden neue Lampen und auch die Malerarbeiten finanziert und nun kann sich das Museum in neuem Gewand präsentieren und es gibt Auskunft über die Bienen, die gemeinsam mit anderen Insekten für die wichtige Bestäubung der Pflanzen und damit für die Fortpflanzung sowie Erhaltung der Flora und letztlich für die Nahrungsmittel für die Menschen beitragen.

Wie wurde früher der Honig gewonnen, welche Art von Beuten gab es, wie wurde geschleudert und was ist alles aus Honig machbar, außer dass es süßer Brotaufstrich ist – all das ist sehr übersichtlich und plakativ sowie mit vielen historischen Exponaten anschaulich dargestellt. „Um dieses Museum künftig einer noch breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren, bedarf es weiterer Anstrengungen und Aktionen“, sagt Neumann und fordert dazu auf, gemeinsam mit dem Inhaber der Schauimkerei Frank Bode für noch mehr Werbung zu sorgen. Es muss gelingen, noch mehr Reise- und Touristikunternehmen für einen Aufenthalt zu gewinnen und vielleicht auch die angedachte „Bienenstraße“ von Schwerin über Warin - Sternberg - Goldberg - Karow bis nach Plau-Quetzin zu realisieren. Das aber geht nur gemeinsam mit etlichen Partnern und daran muss weiter gearbeitet werden.

Die Dauerausstellungen im Bienenmuseum sowie auf dem Außengelände (Bienenwagen, Beuten, Tastgarten…) werden vervollständigt und durch Sonderausstellungen ergänzt sowie durch neue Beschilderungen informativer gestaltet. „Unser Museum ist nicht nur für die Imker da, sondern es soll allgemeinverständlich sein und für die Imker kann man spezielle Fachvorträge anbieten“, so Neumann.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Nachwuchsgewinnung. Stolz konnte Neumann berichten, dass die Jugendarbeit im Verein gut funktioniert und jährlich das Schülerprojekt angenommen wird. Neben theoretischem Wissen findet eine praxisnahe Ausbildung für die Nachwuchsimker statt.

 

* EU-Förderprogramm

für Entwicklungskonzepte im ländlichen Raum


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erstellt am 17.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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