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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. März 2017 | 09:19 Uhr

Baubeginn für Nordtangente : Spatenstich für Ortsumgehung Plau

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Bund und Land investieren 11,4 bzw. 2 Millionen Euro. Ende 2018 soll Bau abgeschlossen sein. Erfolg für Plauer Bürgerinitiative

Am Donnertsag haben der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Rainer Bomba und Landesinfrastrukturminister Christian Pegel den feierlichen ersten Spatenstich für den Neubau der Ortsumgehung Plau an der Bundesstraße 191 vollzogen. Die Ortsumfahrung verläuft nordwestlich der Stadt. Die rund 2,7 Kilometer lange und acht Meter breite Baustrecke beginnt westlich an der B 191 und endet nördlich der Stadt an der B 103. Der Beginn der Baustrecke liegt zwischen Klebe und Plau. Die Trasse verläuft zunächst in nordöstlicher Richtung über Äcker und quert dann die Müritz-Elde-Wasserstraße über ein neues Brückenbauwerk. Im weiteren Verlauf kreuzt die Trasse den Wirtschaftsweg nach Plauerhagen. Ziel für die Fertigstellung ist Ende 2018.

„Ich freue mich, dass das Bundesverkehrsministerium die Ortsumgehung Plau am See mit 11,4 Millionen Euro finanziert, obwohl die Prioritäten bei der Verteilung der Mittel beim Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur liegen. Das Werben der Landesregierung hat sich gelohnt. Ein Großteil des Durchgangsverkehrs wird nach Fertigstellung der Ortsumgehung aus der Ortsdurchfahrt heraus verlagert, was für die Stadt auch touristisch hochgradig dienlich sein wird“, sagte Infrastrukturminister Christian Pegel.

Der Trassenverlauf ist abgesteckt. Den Bau finanziert der Bund mit 11,4 Mio Euro, weitere zwei Mio Euro steckte das Land in die Planung.
Der Trassenverlauf ist abgesteckt. Den Bau finanziert der Bund mit 11,4 Mio Euro, weitere zwei Mio Euro steckte das Land in die Planung. Foto: sihe
 

Als Querverbindung zwischen den Autobahnen A 19 und A 24 hat die B 191 eine wichtige Funktion für den Fernverkehr und ist deshalb auch mit einem überdurchschnittlichen Anteil an Schwerlastverkehr belastet, so Staatssekretär Rainer Bomba. „Durch die neue Ortsumgehung wird sich die Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt künftig um mehr als 40 Prozent verringern, der Lkw-Verkehr wird sogar um 70 Prozent reduziert.“

Von den zahlreichen Gästen – neben den an Vorbereitung, Planung und Bau Beteiligten u.  a. auch sehr viele Plauer – sahen viele den jahrelangen Kampf um die Ortsumgehung belohnt. Wie auch Dietmar Villwock, Sprecher der BI, der am Donnerstag vom Staatssekretär, Landesverkehrsminister und dem Chef des Straßenbauamtes Schwerin, Thomas Taschenbrecker, für sein und das Engagement der Bürgerinitiative gelobt worden war. Seit 26 Jahren haben Bürger der Stadt für die Ortsumgehung gekämpft, seit 2000 kanalisierte sich dieser Kampf in der BI „Lkw – Schwer- und Fernlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See“. „Dank der Unterstützung aller demokratischen Kräfte, aller Abgeordneten, von der Stadt bis zum Bund, aber vor allem Dank des unermüdlichen Kampfes der Plauer Bürger wird nun endlich die Ortsumgehung gebaut“, sagte Villwock.

Plau kann also zu recht aufatmen: Nach einer Verkehrsuntersuchung vom Januar 2014 weisen die Abschnitte der B  191 im innerstädtischen Hauptstraßennetz für den Prognosefall 2030 eine Verkehrsbelastung von bis zu 7650 Fahrzeugen/24 Stunden auf, wobei der Schwerlastverkehrsanteil zwischen neun und 13 Prozent liegt.

 

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erstellt am 16.Mär.2017 | 19:00 Uhr

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