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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

11. Dezember 2016 | 01:20 Uhr

Graue Zellen : Schweizer Training für das Oberstübchen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gregor Staub kommt am 19. Oktober ans Eldenburg-Gymnasium Lübz. Vormittags verrät er Schülern Kniffe und Tricks, abends macht er alle grauen Zellen wieder fit

Sprachen lernen, Namen merken, Telefonnummern abrufen... Mit der richtigen Technik geht all das und noch viel mehr. Das Wie ist dabei entscheidend. Gregor Staub kennt die Technik, hat sie selbst entwickelt. Eigentlich ist der Schweizer Betriebsökonom. Bekannt geworden ist er allerdings als Gedächtnistrainer, er macht graue Zellen wieder fit. Mit mehr als 20  000  Grundschullehrern hat er bereits zusammengearbeitet, die Pädagogen geschult. Jetzt kommt der Schweizer nach Lübz. „Wir freuen uns, dass wir Gregor Staub gewinnen konnten“, erzählt Torsten Schwarz, Schulleiter des Eldenburg-Gymnasiums Lübz. „Wie lerne ich gut und vor allem fürs Langzeitgedächtnis“, verdeutlicht Torsten Schwarz. Darum geht es. Der Schulleiter sieht in dem Projekt eine Chance für seine Schüler.

In Seminarblöcken wird Gregor Staub die Lübzer Gymnasiasten trainieren, vielmehr ihrem Gehirn auf die Sprünge helfen. Am 19. Oktober lernt er mit den Schülern vielleicht Thailändisch – das geht. Gregor Staub weiß wie. „Unser Gehirn kann sich nur Dinge merken, die es kennt, die es sich vorstellen kann“, sagt er in einem seiner Videos. „In weniger als 15 Minuten können die Teilnehmer 20, 30 thailändische Worte“, erläutert Gregor Staub weiter. Die Technik dabei ist entscheidend. Er selbst – verrät er – hatte immer Schwierigkeiten, sich etwas zu merken. Ein Erlebnis an einem Flughafen änderte sein Leben. Gregor Staub suchte vergebens sein Auto auf dem Flughafenparkplatz, allerdings war der Schweizer mit dem Zug angereist.

Gemeinsam mit Züricher Studenten entwickelte er dann eine Technik des Merkens, „mega memory“ – angelehnt an die Mnemo-Technik aus der griechischen Antike. Ein Beispiel: 753 vor Christus wurde Rom gegründet. Wie merken sich Schüler diese Jahreszahl? Genau, mit Hilfe einer Eselsbrücke – „7, 5, 3 - Rom springt aus dem Ei!“ Den Satz „Nie ohne Seife waschen“ haben Sie sicherlich auch schon einmal gehört? Damit merken Sie sich die Himmelsrichtungen – Nord, Ost, Süd und West. Merksatz, Reim, Schema, Grafik – Mnemo-Technik. Mit Eselsbrücken zum Erfolg. Lernen soll auch Spaß machen, dann geht es viel leichter von der Hand und führt schneller zum Ziel.

Wer den Dreh raus hat, kann sich vieles viel leichter merken. Grundschüler zum Beispiel lernen viel schneller das Einmaleins. In Indien zum Beispiel lernen die Mädchen und Jungen das Einmaleins innerhalb einer Woche. „Vedische Mathematik nennt sich das“, verrät Gregor Staub. Acht Tricks gibt es, die Inder beim Kopfrechnen anwenden. Gregor Staub kennt diese Tricks, wird sie in Lübz vielleicht auch demonstrieren.

Gedächtnistraining als Lehr- und Lernmethode – in Lübz in weniger als zwei Wochen ist dies hautnah möglich. Zuerst die Schüler, dann das Publikum. „Während Gregor Staub am Vormittag mit den Schülern arbeitet, gibt es am Abend eine große öffentliche Veranstaltung“, verrät Torsten Schwarz. Der Schulleiter lädt alle Interessierten dazu herzlich ein. Von 19 bis 21 Uhr wird der Schweizer dem Publikum zeigen, wie einfach es doch ist, sich den Namen eines völlig Fremden zu merken, Pin-Codes nie wieder zu vergessen... Drei Stunden Krafttraining für graue Zellen, Gregor Staub hilft dem Oberstübchen auf die Sprünge.

Sabrina Panknin

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erstellt am 08.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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