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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

10. Dezember 2016 | 13:45 Uhr

MEK-Einsatz in Lutheran : Schüsse mitten im Dorf

vom

In Lutheran ist es am frühen Abend zu einem MEK-Einsatz gekommen. Bei der vom Landeskriminalamt (LKA) Hamburg geführten Aktion wurde eine Person angeschossen und lebensbedrohlich verletzt.

Zwischen Parchim und Lübz kam es Freitag am späten Nachmittag gegen 16.45 Uhr zu einem Einsatz des Mobilen Einsatz-Kommandos (MEK), bei dem ein Mensch lebensbedrohlich verletzt wurde. Der Bereich wurde stundenlang voll gesperrt und eine Umleitung vor Ort eingerichtet.

Es war wenige Minuten von 17 Uhr, als ein Pick-Up der Marke Dodge, aus Richtung Parchim kommend, den Ort durchfuhr. Die beiden Insassen mittleren Alters ahnten nicht, dass ihnen die Polizei auf den Fersen war. Mitten in der Ortschaft, in Höhe einer kleinen Fleischerei, dann das filmreife Szenario: Zwei Zivilfahrzeuge keilen den Dodge ein, um die Insassen festzunehmen. Doch dann fallen Schüsse, die Seitenscheibe des Dodge zerspringt…

Die Kugel sei von einem Polizisten abgefeuert worden, teilte der Hamburger Polizeisprecher Andreas Schöpflin am Freitagabend mit. Es habe sich um einen Zugriff des mobilen Einsatzkommandos auf einen in Hamburg per Haftbefehl gesuchten Straftäter gehandelt. Wie es zu dem Schusswechsel kam, war am Abend nicht zu erfahren. Nach SVZ-Informationen soll dabei nicht die Zielperson, sondern dessen Beifahrer von einer Kugel getroffen worden sein. Er wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in das Schweriner Klinikum geflogen. Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt nun gegen den Polizisten, der bei dem Einsatz den 27-Jährigen angeschossen hat.

Warum die Festnahme mitten im Dorf erfolgte, war am Abend nicht zu erfahren. Aus der Pressestelle der Hamburger Polizei hieß es nur, dass kein Zusammenhang mit einem möglichen Terroranschlag bestand. Wie SVZ erfuhr, soll es sich um Drogen- und Prostitutionsdelikte handeln. Ebenfalls unbestätigt blieb die Information, dass es sich um eine polizeibekannte Person aus dem Raum Plau handeln solle.

Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin hat die Ermittlungen aufgenommen und sichert jetzt die Spuren. Die Bundesstraße blieb bis tief in die Nachtstunden gesperrt, der Verkehr wurde durch die Polizei umgeleitet.

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erstellt am 12.Feb.2016 | 18:16 Uhr

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