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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

29. September 2016 | 08:44 Uhr

Gnevsdorf : Reppentiner Weg auf der Zielgeraden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

In wenigen Wochen wird Verbindung zwischen Plau und Gnevsdorf fertig. Illegale Fahrten behindern Bau

Es ist noch keine drei Monate her, da war der Reppentiner Weg in der Ganzliner Gemarkung mehr Sandwüste als Weg. Einheimische hatten ihn (trotzdem) immer als Schleichpfad genutzt; wichtiger war die Verbindung über Jahre allerdings für die Landwirtschaft.

Jetzt wird der Weg aufgewertet. Die Stadt Plau hatte ihren Abschnitt (880 Meter) bereits im letzten Jahr befestigt. Momentan läuft im zweiten Bauabschnitt der Ganzliner Abschnitt. Mit 1760 Metern ist der umfangreicher, wird aber wie der Plauer über das Förderprogramm „Integrierte ländliche Entwicklung“ vom Land bezuschusst.

Auf dem vorbereiteten Unterbau verlegen Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens MUT gerade sickerfähiges Flurpflaster. Asphalt als Alternative war aus naturschutzrechtlichen Gründen von vornherein ausgeschieden. Es würde zuviel Fläche versiegeln. „In anderthalb Wochen wollen wir mit der Pflasterung durch sein“, sagt Michael Bülter gestern auf der Baustelle. Das sei realistisch, zumindest wenn das Wetter hält und keine Starkregenfälle die Arbeiten behindern. Der Pflasterweg – drei Meter breit mit jeweils einem Meter Bankett – , der gestern etwa zur Hälfte fertig war, wird mit beidseitig 2,5 Prozent Gefälle angelegt und auf der Länge dem Geländeprofil angepasst. Inklusive Steigungen und Gefälle. „Niesel oder Schauer machen nichts“, sagt Bülter. Starkregen aber wäre gar nicht gut, da er die Planung ausspülen würde. Die bereitet Bülters Kollege Uwe Schulz vor. Direkt am Bagger installierte Laserempfänger machen es möglich, dass Schulz aus dem Cockpit heraus nivelliert. Das ist Technik, die begeistert.

Wenig begeistert ist das Vier-Mann-Team allerdings darüber, dass die Planung immer wieder kaputtgefahren wird. „Obwohl die Zufahrten auf Gnevsdorfer und Plauer Seite gesperrt sind, wird hier durchgefahren – mit Fahrrädern, Mopeds, sogar tiefe Quadspuren haben sich schon durch die Planung gezogen“, sagt Bülter und schimpft, „dieser Unfug wirft uns jedes Mal zurück.“

Auch Gnevsdorfs Bürgermeister Jens Tiemer hat dafür kein Verständnis. „Nur noch wenige Wochen, dann ist der Weg fertiggestellt“, sagt er und freut sich auf die geplante offizielle Eröffnungsfahrt.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 08:42 Uhr

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