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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

28. September 2016 | 05:25 Uhr

Wirtschaft : Puten-Party-Bällchen als neue Idee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Aussteller aus der Region sind zufrieden mit der Resonanz auf die 26. Landwirtschaftsausstellung Mela in Mühlengeez. Heimische Produkte werden immer beliebter.

Am Sonntagabend ging die 26. Landwirtschaftsausstellung Mela in Mühlengeez zuende. Erneut informierten sich Fachleute und Verbraucher über neueste Produkte, Maschinen und landwirtschaftlicher Ausrüstung.

Es ist eine gute Tradition, dass man auch mit neuen Produkten und Ideen aufwartet. Die Mecklenburger Landpute aus Severin beispielsweise bietet in diesem Jahr unter anderem die Puten-Party-Bällchen und Geschnetzeltes aus Hähnchen-Oberkeulen an. „Das Neue daran ist, dass diese Produkte fettfrei auf Teflon gegart werden. Außerdem verwenden wir keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe oder Farbstoffe. So hat der Verbraucher den Eigengeschmack und es ist sehr gesund“, erzählt Frank Kremer, einer der beiden Gesellschafter. Ilona Herbst und Bärbel Abram hatten am Stand trotz der heißen Temperaturen in der Verkaufshalle alle Hände voll zu tun, „obwohl man lieber in der Kühlzelle verbleiben würde“, meint Ilona Herbst, die bestätigt, dass die Nachfrage nach einheimischen Produkten steigt.

Auch Frank Löhr und Monika Helfrich lieben den Messeauftritt in Mühlengeez. „Hier sind wir dicht an unseren Verbrauchern in unserer Region und vertiefen unsere Kontakte“, erzählt Monika Helfrich. Vor allem sind es die drei Tage, die so ein relativ kleiner Betrieb auch auf einer Messe sein kann. „Die Grüne Woche ist auch gut, aber dort ist der Zeitraum zu lang und somit sind die Kosten relativ hoch“, meint Hel-frich. Neu und stark nachgefragt an ihrem Stand war der Straußen-Eierlikör in eckigen und runden Flaschen.

Bernd Schmidt von der gleichnamigen Landtechnik GmbH aus Greven gehört mit seinem Team zu den Stammausstellern auf der Mela. „Wir präsentierten die breite Palette unseres Betriebes. In den Mittelpunkt stellten wir in diesem Jahr die landwirtschaftlichen Gelenkwellen, wobei der Schwerpunkt auf den höheren Wartungsintervallen liegt“, erklärt Schmidt. Erreicht wird dies, weil der Hersteller ein neues Verfahren entwickelt hat und beispielsweise der Landwirt nur noch einmal pro Saison abschmieren muss. Jürgen Paul erläutert den Besuchern die Wirkungsweise an einem Schnittmuster und verweist darauf, dass die Grevener eine der wenigen Firmen in Norddeutschland vertreten, die dieses Produkt auch reparieren und Ersatzteile vorrätig haben. Seit fast 25 Jahren sind sie am Markt und beschäftigen insgesamt rund 50 Mitarbeiter. Neben Greven ist die Firma auch in Parchim und Sternberg mit Außenstellen vertreten.

Sein Wissen über die Natur, insbesondere über den Wald und die Jagd, konnte der Besucher am Stand des Landesjagdverbandes mit Sitz in Damm testen. Anja Blank und Stefanie Große sind nur zwei der an diesem Stand tätigen Waidgenossen. In Büchsen versteckte Produkte konnte man durch Schütteln erraten oder man versuchte, ein Maiskorn mit einem Hammer zu treffen, welches durch einen Schlauch auf eine Holzplatte fiel. „Die Natur ist ein wunderbarer Lernort und wir bieten das auch den Schulen an, denn die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt ist unerschöpflich und für das Naturverständnis werben wir“, erzählt Anja Blank.

Um in der Natur zu bleiben: Auch der Gartenbaubetrieb Dirk Meyn aus Rom war auf der Mela. Während Anne Weimer noch einige Herbstblüher an dem Stand ins rechte Licht rückt, hat Chef Dirk Meyn viele Fragen zu beantworten. „Das Interesse an den Pflanzen ist groß und jetzt vor der Herbstpflanzzeit wollen die Kunden Antworten auf Winterfestmachung ihrer Pflanzen oder welche Obstgehölze jetzt gepflanzt werden können“, erzählt der Gartenexperte. Und was wären die Pflanzen und die Obsternte, wenn nicht die Insekten für die dringend benötigte Bestäubung sorgen würden. Frank Bode, der Nachfolger der Schauimkerei Neumann in Plau-Quetzin, präsentiert seine Bienen und vor allem deren Produkte. „Dabei ist es nicht nur der süße Honig, sondern es sind auch die vielen anderen kosmetischen und gesundheitsfördernden Produkte aus und mit Honig, die immer mehr gefragt sind“, erzählt Bode.

Günter Matschoß, 2. Stellvertreter des Landrates, war ebenfalls unter den Besuchern. „Unser Landkreis ist durch die Landwirtschaft und durch die Nahrungsmittelindustrie stark geprägt und daher ist ein Messeauftritt sehr wichtig“, sagt er und verweist unter anderem auf die Ludwigsluster Fleischwaren, die „Landpute“ und Agrarbetriebe. Besonders stolz zeigte sich Matschoß über die Auszeichnung des Gutes Wamckow als „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2016 in Mecklenburg-Vorpommern“ durch den Landesbauernverband.

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erstellt am 18.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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