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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

01. Oktober 2016 | 22:38 Uhr

Radweg Plauer See : Pedalritt um den See ein Stück näher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plau gab gestern rund sieben Kilometer langen Bauabschnitt des Radwegs frei

Diese Nachricht werden Pedalritter - ganz egal ob hiesige oder weitergereiste – ganz bestimmt gerne hören: Die Stadt Plau hat gestern ihren ersten Bauabschnitt des Radrundweges Plauer See freigegeben. Eine Strecke von etwa sechs Kilometern, die in den zurückliegenden zwei Jahren aufgesplittet in drei Abschnitte realisiert werden konnte. Nicht immer liegen Bürgermeister Norbert Reier und Stadtpräsident Dirk Task offizielle Termine so am Herzen. Der gestrige tat es - beherzt schnitten sie gemeinsam mit Bauamtsmitarbeiterin Irina Herling das symbolische Absperrband durch und wagten die Jungfernfahrt. Im „Fahrerfeld“ hinter ihnen auch einige Stadtvertreter.

Was auffällt am neuen Radweg ist der Wechsel von Betonstein und Asphalt. Die Ausführung sei abhängig gewesen vom angrenzenden Baumbestand bzw. Auffahrten zu Anliegergrundstücken, erklärt Norbert Reier.

Insgesamt war die Stadt mit der Organisation und dem Bauablauf der beauftraten Unternehmen zufrieden. Im Bereich des MediClin hatte es Verzögerungen gegeben, weil im Vorfeld umfangreiche Forstarbeiten notwendig waren und der Radweg teils im Wald, teils in die Böschung gebaut werden musste. Verzögerungen hatte es aber auch gegeben, da die Bauzeit in die Saison fiel und sowohl Radtouristen als auch Einheimische Absperrungen vielfach ignorierten und den Firmen dadurch zusätzliche Probleme bereiteten. Zuletzt hatte die Verwaltung die Firmen zur Eile gedrängt, damit der Radweg rechtzeitig zur jetzt beginnenden Nachsaison zur Verfügung steht. Die Fest-Wochenenden in der Tourismushochburg sind vorbei. Der Radweg, der in der Vor- und Nachsaison ohnehin am meisten genutzt wird, ist ein Angebot, das dem Trend des verstärkten Familienurlaubs in die Hand spielt.

Nun fehlen den Plauern noch 30 Meter bis zum Kalkofen, die kommen werden, sobald das Ferienhausprojekt „Plauer Hafendorf“ weniger Bauverkehr generiert. Und es fehlt die Befestigung der rund 700 Meter zwischen KMG-Klinik Silbermühle und Gemarkung Ganzlin. Der Abschnitt ist Waldlage und wird gerade deshalb wahrscheinlich auch der komplizierteste. Aufgrund der geforderten Ausbaubreite einerseits. Noch mehr aber, weil die Bandagen gewaltig sind. Immerhin greift in diesem Abschnitt das Naturschutzrecht in punkto FFH-, Vogelschutz und Quellgebiet und natürlich muss auch die Uferschutzzone eingehalten werden, zählt Bürgermeister Norbert Reier auf. 120 Jahre alt seien überdies die Buchen, deren Wurzeln hier die zum See hin abfallenden Hänge halten. Ein massiver Eingriff wäre Frevel.

21 der insgesamt 49 Kilometer langen Etappe liegen im Landkreis Ludwigslust-Parchim, 28 im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Der endgültige Lückenschluss, von dem die gesamte Region touristisch enorm profitieren könnte, gelang bislang nicht. Als Wirtschaftsminister Harry Glawe im Sommer 2015 den Zuwendungsbescheid nach Plau brachte, versprach er, dass sich das Land für den Rundweg um den Plauer See stark machen wird. Und hielt Wort. Denn erst im Juni konnte eine der immer noch klaffenden Lücken im benachbarten Bad Stuer geschlossen werden.

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erstellt am 22.Sep.2016 | 05:00 Uhr

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