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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

03. Dezember 2016 | 12:37 Uhr

Gerackt : Ortsteil ordentlich herausgeputzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Herbstputz ist zu einer schönen Tradition geworden: Seit 17 Jahren verschönern engagierte Quetziner im Oktober ihren Stadtteil

Laub harken, Müll einsammeln, Schilf mähen, Hecken schneiden – die 20 freiwilligen Helfer sind mit Eifer bei der Sache. Auf Einladung des Quetziner Siedler- und Heimatvereins e.V. packen sie kräftig mit an, die öffentlichen Anlagen in dem Plauer Stadtteil winterfest zu machen. Bereits in den frühen Morgenstunden ist ein kleines Team um Reinhard Neumann mit Arbeitshandschuhen, Harken, Hecken- und Rosenscheren angerückt, um rund um das Vereinsheim aufzuräumen. Gleichzeitig schichten auf der großen Badewiese am Richtberg die ersten Tatkräftigen das in großen Mengen antransportierte Brennmaterial für das abendliche Herbstfeuer auf. Wie in jedem Jahr haben viele Quetziner die Gelegenheit ergriffen und ihre Grundstücke von wuchernden Sträuchern und Bäumen befreit. Zusammen mit den eingesammelten Ästen und dem Grünschnitt von den öffentlichen Flächen wächst der Feuerhaufen auf nahezu vier Meter.

„Wir freuen uns einfach darüber, wenn die Quetziner sich für die Attraktivität ihres Ortsteils einsetzen“, betont Jürgen Patzig, Vorsitzender des Siedler- und Heimatvereins. „Das war nicht immer so“, erinnert er sich. Als der heute 59-jährige nach dem Studium und der Armeezeit in seinen Heimatort zurückkehrte, lag die Badewiese brach und auch das jetzige Vereinsheim war dem Verfall und dem Vandalismus preisgegeben. Für den Ur-Quetziner war klar: Hier muss etwas geschehen. Heute ist das in Eigenregie renovierte Vereinsheim ein Treffpunkt für viele Quetziner und die große Badewiese mit ihren Sportanlagen ein beliebter Anlaufpunkt für Badegäste aus der gesamten Umgebung. Viel Herzblut stecke in der Arbeit des 75 Mitglieder starken Vereins berichtet Jürgen Patzig, doch erfreulicherweise würden sich auch Bürger und Ferienhausbesitzer am Erhalt der Anlagen beteiligen. Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt läuft nach seinen Angaben gut. Und wenn er einen Wunsch frei habe? „Es wäre toll, wenn die Stadt pünktlich zur nächsten Saison die überdachte Sitzgelegenheit auf der Badewiese wieder aufbaut“, antwortet er. Die alte habe wegen Verfall abgerissen werden müssen. Ein weiteres Ziel, das ihm vorschwebt, ist die Befestigung der Kohlinsel vor dem Badestrand zum Schutz vor Erosion.

Bis zum gemeinsamen Mittagsimbiss ist das Gros der Arbeiten geschafft. Die beiden Badewiesen sind von Laub geräumt, die Hecken und Schilf zurückgeschnitten, das Rondell am Ortseingang mit der Bushaltestelle ist gesäubert und der Müll im Wald zwischen Siedlung und Badewiese eingesammelt. Für die fleißigen Helfer bleibt dennoch nicht viel Zeit, das Herbstfeuer vorzubereiten. Pünktlich um sechs Uhr versammeln sich rund 150 Gäste auf der Badewiese, um beim Anzünden des großen Feuers dabei zu sein und die tolle Stimmung zu genießen. Dicht umringt sind nicht nur die wärmenden Flammen, sondern auch der Stand der Gaststätte „Zum Richtberg“ und die Feuerschüssel zum Knüppelkuchen backen. Für den Quetziner Siedler- und Heimatverein beginnt nun die ruhige Jahreszeit mit Spieleabenden, zu denen auch Gäste willkommen sind.

 


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erstellt am 18.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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