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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

09. Dezember 2016 | 08:42 Uhr

finkenwerder hof : Ort zum Träumen und Fühlen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Finkenwerder Hof – ein kleiner Flecken Erde mitten in Mecklenburg-Vorpommern – von Martin Rubeau zum Seminarhaus aufgebaut

Von Geburt an sieht, hört, riecht, schmeckt und fühlt der Mensch. Den fünften Sinn, das Fühlen, aber haben viele Menschen verlernt. In Finkenwerder Hof – einem Ort abseits der B192, zu Wendisch Waren gehörend – können interessierte Menschen wieder lernen zu fühlen. Finkenwerder Hof liegt versteckt hinter riesigen Bäumen. Die Weite Mecklenburgs wird sichtbar. Sechs Häuser stehen hier, vier davon gehören Martin Rubeau. Der Berliner hat vor 24 Jahren die Häuser erworben – von der Treuhand. Martin Rubeau ist Diplom-Psychologe und Gründer des Seminarhauses „Finkenwerder Hof“.

Doch was versteckt sich hinter den Häusern – Erde, Sonne, Wiese und Himmelblick? Dem gesamten Seminarhaus Finkenwerder Hof – einem gut 20  000  Quadratmeter großen Areal? „Menschen können hier Urlaub machen, Feste feiern“, erklärt Ehefrau Annette Rubeau. „Aber vor allem zu sich selbst finden. Wir bieten therapeutische Fortbildungen an, Persönlichkeitsentwicklung unter anderem. Wir lehren die Menschen, wieder zu fühlen.“

Yoga, Therapie oder Meditation... – die Seminarräume bieten Platz, Helligkeit und Ruhe. Einer der Gruppenleiter ist Martin Rubeau selbst. Der Berliner schult die Menschen, stellt in Gruppen- und oder Einzeltherapien die Verbindung zwischen Fühlen und Denken wieder her. „Viele von uns haben eine Erziehung hinter sich, die uns gelehrt hat, sich auf den Verstand zu verlassen. Zu fühlen und den Gefühlen zu folgen, heißt aber nicht, die Gedanken über Bord zu werfen“, erläutert Martin Rubeau.

Nach einem Pädagogik- und Psychologie-Studium arbeitet Martin Rubeau für kurze Zeit als Grundschullehrer. Danach wird er Dozent an der Pädagogischen Universität Berlin und in der Erwachsenenbildung. Seit 1980 arbeitet der gebürtige Marburger als Diplom-Psychologe und Psychotherapeut mit eigener Praxis in Berlin-Steglitz, dem Seminarhaus Finkenwerder Hof und der „Gefühlsschule“ Berlin. Letztere gründet Martin Rubeau vor acht Jahren. In allen drei Räumen – ob in Einzel- oder Gruppentherapie – verfolgt Martin Rubeau gemeinsam mit seiner Frau Annette ein Ziel: Die Waage zwischen Denken und Fühlen wieder herzustellen. „Ich denke UND fühle, also bin ich“, heißt es auf Martin Rubeaus Homepage.

Unterstützt und begleitet wird der Berliner von seiner Ehefrau Annette Rubeau, Germanistin und Theaterwissenschaftlerin. Viele Jahre arbeitet sie im PR-Bereich, bis sie ihre Karriere aufgibt. Innehält. Heute kümmert sich Annette Rubeau um die Organisation der Praxis, Gefühlsschule in Berlin und um das Seminarhaus in Mecklenburg-Vorpommern, arbeitet als Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie selbst verfolgt dasselbe Credo wie ihr Mann: „Fühlen heißt, von Innen heilen.“

„Bauch sagt zu Kopf ja, doch Kopf sagt zu Bauch nein und zwischen den Beiden steh ich“, singt Mark Forster in seinem Song „Bauch und Kopf“. Annette und Martin Rubeau geht es konkret darum, zwischen dem Bewussten und Unterbewussten zu vermitteln. Ob in Berlin oder Finkenwerder Hof. „Wenn ich mir meiner Gefühle bewusst bin, kann ich zwischen Verstand und Gefühl abwägen“, erklärt Martin Rubeau. Als ideale Variante bezeichnet seine Ehefrau diese Konstellation. „Ist das nicht so, beginnt die therapeutische Arbeit.“ Dabei hat Martin Rubeau ganz unterschiedliche Methoden – Klänge, Trance, Gestalt- und Gesprächstherapie...

Für Annette und Martin Rubeau lohnt es sich, „das Fühlen wieder zu erlernen, zu üben, zu kultivieren“. In seinem Buch „Wenn der Wind weht, setze die Segel“ gibt Martin Rubeau unter anderem freundliche Inspirationen – am Beispiel der Hummel: „Die Hummel hat nur 0,7 Quadratzentimeter Flügelfläche bei 1,2 Gramm Gewicht. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das nicht. Sie fliegt einfach.“

Die Spiritualität hat in den vergangenen Jahren bei den Menschen wieder zugenommen. „Der Mensch ist auf der Suche nach dem Sinn“, erläutert Annette Rubeau. Tausend Wege gibt es, doch nicht jeder passt oder stimmt für einen. „Eine gesunde Skepsis ist gut“, sagt die Heilpraktikerin. Und Martin Rubeau? „Um das Mystische zu sehen, braucht man Entspannung.“ Genau die bietet er in Finkenwerder Hof – einem Ort zum Träumen und Fühlen.

 

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erstellt am 17.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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