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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

09. Dezember 2016 | 16:26 Uhr

Investition : Neue Internet-Ära in Lübz gestartet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Übertragungsleistung im Stadtgebiet wurde von sechs auf 50, teilweise sogar 100 MBit pro Sekunde gesteigert. Bis Ende 2018 ist der Ausbau auf 100 MBit im gesamten Amt geplant.

Nach umfangreichen Kabelverlegungen durch die Deutsche Telekom ist die Ankündigung zur Realität geworden: Für die Internetnutzer in Lübz steht jetzt eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 MBit pro Sekunde zur Verfügung. In einigen Bereichen ist der Wert sogar doppelt so hoch. Bisher betrug er ganze sechs MBit. Bis Ende 2018 soll sogar das gesamte Amt Eldenburg Lübz mit einem Wert von 100 MBit versorgt sein. Für die dafür notwendigen Arbeiten sind die in zwei Schritten gewährten Fördermittel in Höhe von insgesamt 35,8 Millionen Euro bereits sicher – eines der für unsere Region größten Investitionsvorhaben nach der Wende, wie Bürgermeisterin Gudrun Stein schon vor ein paar Monaten sagte.

Die Telekom hatte angeboten, Teilbereiche wie vor allem das Netz in Lübz auch ohne Fördermittel auszubauen, so Gerd Holger Golisz, Leiter des Amtes Zentrale Dienste. Während der Sitzung des Amtsausschusses am Donnerstagabend wurde die Frage gestellt, ob die Telekom deshalb ein Monopol besitze/favorisiert wurde, die Golisz verneinte: „Es handelt sich um ein europaweites Ausschreibungsverfahren, an dem sich jeder potentielle Anbieter beteiligen konnte. Unabhängig davon empfehle ich Nutzern, sich in unserem Fall zunächst direkt mit der Telekom in Verbindung zu setzen, um mögliche Konditionen zu erfragen.“

Automatisch kann man die gesteigerte Leistung nicht in Anspruch nehmen. Unter anderem muss vorher ein neuer Router angeschafft werden, der zum Beispiel die Verwaltung 170 Euro gekostet hat. Sie nutzt das neue Angebot schon seit einiger Zeit. Außer dem Kauf des neuen Routers war es notwendig, im Vorfeld der Umstellung auch technische Anlagen im Rathaus zu ändern. Der dafür notwendige außerplanmäßige Aufwand beträgt 1700 Euro. „Tariflich gab es keine Veränderungen, aber die Arbeit am Rechner hat sich stark verbessert“, sagt Golisz. „Immer mehr verwaltungstechnische Prozesse werden auf elektronischem Weg abgewickelt. Leistungen unseres Hauses können die Bürger so schnell und kostengünstig in Anspruch nehmen, was für Transparenz und Nähe zu ihnen sorgt.“

Für problematisch hält der Amtsleiter, dass man an einzelnen Standorten in zum Amt gehörenden Gemeinden noch gar nicht mit dem Internet arbeiten kann (entsprechende Berichte gibt es zum Beispiel aus Gischow) – also nicht einmal mit sechs MBit pro Sekunde. „Das ist nicht nur unzureichend, sondern geht gar nicht“, so Golisz. Wann genau die neue Ära auch in den Gemeinden beginnt, steht zwar noch nicht fest, aber der Amtsleiter geht eigenen Worten zufolge davon aus, dass das Vorhaben bis Ende 2018 abgeschlossen sein wird.

Er macht sich schon seit mehreren Jahren aus Überzeugung für den Ausbau des Breitbandnetzes stark, weil gerade eine Region wie unsere mit wenig Einwohnern auf einer sehr großen Fläche nur dann konkurrenzfähig bestehen bleiben könne – aus unternehmerischer, verwaltungstechnischer wie privater Sicht.

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erstellt am 18.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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