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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

06. Dezember 2016 | 22:52 Uhr

musiktage am plauer see : Konzert mit Mozarts Freunden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Während der „6. Internationalen Musiktage am Plauer See“ musizierte die Neubrandenburger Philharmonie gemeinsam mit Live Johansson

Fast 400 Konzertbesucher haben den Weg in das malerisch zwischen Malchow und Röbel gelegene Örtchen Woldzegarten gefunden und zeigten sich begeistert von diesem großartigen Konzert, das ihnen geboten wurde. Die Veranstalter der „6. Internationalen Musiktage am Plauer See“ hatten hierher eingeladen. Erstmals fand während dieser Konzertreihe ein Orchesterkonzert statt. Unter dem Motto „Mozart und seine Freunde“ ließen die auftretenden Musiker zwei Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart, das Klavierkonzert in A-Dur von Carl Ditters von Dittersdorf und das Cellokonzert Nr. 1 von Joseph Haydn erklingen.

Nach der Begrüßung durch die künstlerische Leiterin Christiane Klonz übernahm der Chefdirigent der Neubrandenburger Philharmonie, Generalmusikdirektot Sebastian Tewinkel, die interessante Einführung zur Sinfonie Nr. 21 in A-Dur, die Mozart bereits mit 16 Jahren komponiert hatte. Mit kurzen Demonstrationen durch das Orchester wurde für das Publikum schnell nachvollziehbar, wie unterschiedlich Interpretationen sein können und wie groß der Spielraum für die Auslegung der musikalischen Gestaltung ist. Den ersten Satz „Allegro“ spielte das Orchester mit großer Frische, die einzelnen Themen sehr gut ausmusiziert und ausphrasiert. Der zweite Satz „Andante“ war auf große Bögen ausgelegt, fast gemütlich und ruhig im Tempo. Tänzerisch und differenziert im Klang ging es im 3. Satz „Menuetto“ weiter, um schwungvoll im schnelleren 4. Satz zu enden.

Große Freude am gemeinsamen Musizieren war beim nachfolgenden Klavierkonzert in A-Dur von Carl Dit-ters von Dittersdorf zu erleben. Die mecklenburgische Konzertpianistin Christiane Klonz interpretierte mit makelloser Technik den virtuos-spielerischen ersten Satz „Allegro molto“. Mit emotionalem Tiefgang, subtil und nuancenreich, und auch hier immer im harmonischen Zusammenspiel mit dem Orchester, gestaltete sie den zweiten Satz „Larghetto“. Der dritte Satz „Rondeau“ kam spritzig, akzentuiert und mit Leichtigkeit daher. Bravorufe und nicht enden wollender Applaus entlockten der Künstlerin, passend zum Abend, Mozarts „Butterbrot“ als Zugabe. Mit dem Cellokonzert Nr. 1 von Joseph Haydn wurde das Programm nach der Pause fortgesetzt. Die norwegische Cellistin Live Johansson ging den ersten Satz „Moderato“ sehr kontrastreich und mit spürbarem Enthusiasmus an, der zweite Satz „Adagio“ wurde sehr zart, mit großer Ruhe und differenziertem Klang interpretiert. Bei dem virtuosen Finalsatz zeigte Live Johansson ihre wunderbare Fingerfertigkeit. Auch hier begleitete das Orchester die Solistin sehr einfühlsam und reagierte perfekt auf alle musikalischen Details.

Letzter Programmpunkt war die Sinfonie Nr. 24 in B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Auf den kurzweiligen ersten Satz folgte das „Andantino grazioso“ - auch hier wurden die eingängigen Themen klangschön gestaltet. Sehr lebhaft und mit wunderbaren dynamischen Abstufungen interpretierten die Musiker des Orchesters das abschließende „Allegro“. Ein wunderbarer Konzertabend, der hoffentlich im kommenden Jahr seine Fortsetzung findet.

 

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erstellt am 11.Okt.2016 | 12:00 Uhr

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