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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

07. Dezember 2016 | 19:19 Uhr

Sanierung : Gotisches Gotteshaus wird saniert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Start im nächsten Jahr geplant. Empore bekommt barocke Grautöne. Gesamtkosten werden bei rund 650 000 Euro liegen

Seit vielen Jahren kennen die Goldberger ihre Stadtkirche nur in relativ dunklen Farben. Das Braun des Holzes sorgt für diesen Eindruck. Im 19. Jahrhundert wurde die dreiseitige und doppelstöckige Empore mit einer Bierlasur versehen und die dunkelte im Laufe der Jahrzehnte nach. Das soll nun anders werden. Kürzlich gründete sich ein Freundeskreis für die Goldberger Stadtkirche, der Spendengelder und Sponsoren für die anstehenden Sanierungsaufgaben der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadtkirche einwerben soll.

„Wie an einer Stelle bereits zu sehen ist, wird der gesamte Emporenbereich mit einer barocken Grautonfarbe versehen“, erläutert Pastor Christian Hasenpusch. In den vergangenen Wochen wurde von den Restauratoren eine Kassette der Empore testweise mit dieser Farbe hergestellt und damit der Historie Rechnung getragen, denn „dieser Farbton war früher vorhanden“. Die Goldberger sind stolz auf diese Doppelempore und haben erfolgreich dafür gekämpft, denn vor Jahren sollte diese schon entfernt werden. Aber da in Mecklenburg-Vorpommern nur zwei Kirchen mit so einer Empore ausgestattet sind, blieb sie drin. Und noch etwas bewirkte diese Konstruktion: „Das war ein sehr wichtiger Grund für die Bereitstellung von Bundesfördermitteln“, erzählt der Pastor und zeigt auf eine weitere Veränderung. Die vordere Empore wird etwas anders gestaltet, sie soll cremefarben werden und blaue Ornamente bekommen. Auch kann man an einem ersten Muster das künftige Bild bereits sehen.

Die Wände des Kirchenschiffes sind nicht vergessen, auch sie werden einer Sanierung unterzogen. Hier soll ein Ziegelsteinfries mit einer Bordüre die Wände zieren. Die flache Holzdecke behält dagegen ihr Muster. Etliche Stellen müssen ausgebessert werden und letztlich wird ein leichtes Ocker aufgetragen. Wer Interesse hat, der kann sich all diese ersten Restaurierungstests bereits ansehen und mit etwas Fantasie feststellen, dass das Kircheninnere demnächst in hellen und freundlicheren Farben erstrahlen wird.

Doch nicht nur innen sollen Arbeiten durchgeführt werden, auch außen ist dringend eine umfangreiche Sanierung geboten. Die Dächer des Kirchenschiffes sowie der Anbauten und die Westfassade des Kirchenturms sind ebenfalls in die Gesamtarbeiten einbezogen.

Insgesamt werden rund 650  000 Euro veranschlagt; die Hälfte, 325  000 Euro, kommt vom Bund und 140  000 Euro sind sogenannte Patronatsmittel der Kirche. „Für den Rest, voraussichtlich 155  000 Euro, müssen wir selber aufkommen und hoffen deshalb auf Spenden und viele Sponsoren. Auch unser Freundeskreis hat bereits etliche Ideen, wie wir einen Teil dieser Eigenmittel einwerben, zur Sprache gebracht“, sagt Hasenpusch und blickt optimistisch in die Zukunft. Start der Maßnahmen wird im kommenden Jahr sein und der Abschluss ist für 2018 vorgesehen.

 

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erstellt am 13.Okt.2016 | 08:45 Uhr

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