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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

27. September 2016 | 10:42 Uhr

Regionale Schule Lübz : Erfolg nach jahrelangem Kampf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Sanierung der Regionale Schule Lübz abgeschlossen. Eltern können sich von neuen Lernbedingungen überzeugen.

Die Sommerferien sind vorbei und Lehrer wie Schüler konnten die umfassend sanierte Regionale Schule beziehen – obwohl dies einige Besucher bei einem kurzen Baustellenrundgang nach der Übergabe eines Fördermittelbescheides über rund 1,77 Millionen Euro durch Innenminister Lorenz Caffier (wir berichteten) noch im Juli kaum glauben mochten.

Der unsanierte, rechte Gebäudeteil soll im Oktober abgerissen werden. Noch in dieser Woche war davor ein Lkw des Umzugsunternehmers Ricardo Ruck zu sehen. Bei über 30 Grad schleppten seine Männer unter anderem die meist sehr schweren Teile großer, noch gut erhaltener Schränke aus dem Keller und anderen Bereichen nach draußen, die sonst alle im Müll gelandet wären. „Innerhalb eines Förderprogramms liefere ich das Mobiliar zum Beispiel an Privateinrichtungen für Lernschwache und Behinderte, die vom Land keine Unterstützung bekommen“, sagt er. „Für sie ist dies eine große Hilfe.“ Jetzt hofft Ruck zum Beispiel darauf, wenigstens ein paar der zahllosen erst 1992 eingebauten Fenster zu bekommen. Für einen Laien erscheinen sie neuwertig, die damalige Schulleiterin Ute Frehse berichtete in einem Gespräch mit unserer Redaktion allerdings schon vor sieben Jahren über durchfeuchtete Decken und kleine Wasserlachen. Der Schock damals: Im November 2008 und April 2009 hatte das Land zwei gründlich ausgearbeitete und durch die Stadt als Schulträger gestellte Förderanträge abgelehnt. Erst im nächsten Anlauf kam die Zusage.

Seit dem 1. August 2013 ist Kerstin Birnitzer Schulleiterin. Mit dem Projekt „Produktives Lernen“ habe die Lübzer Einrichtung ein erfolgreiches Projekt entwickelt, in dem Mädchen und Jungen schon sehr berufsorientiert und damit anders als die meisten anderen lernen können, wie sie bei einem SVZ-Gespräch anlässlich der Amtsübernahme sagte. Damals war eine sanierte Schule noch in weiter Ferne, aber die Leiterin ließ klar erkennen, wo für sie die Schwerpunkte liegen: „Die äußeren Bedingungen sind bedeutsam, doch das letztlich Wichtigste ist der Inhalt – das, was hier vermittelt wird.“

Am nächsten Montag- und Dienstagabend sind zunächst alle Eltern eingeladen, sich selbst einen Eindruck von der neuen Schule zu verschaffen. Die Stadt plant darüber hinaus einen „Tag der offenen Tür“ für alle Interessierten. Der Termin dafür steht allerdings noch nicht fest. „Es ist ein schönes, neues Gebäude. Alle, die hier arbeiten und lernen, freuen sich darüber“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Karin Tesch. Mit den Bauarbeiten liege man in den letzten Zügen. Dazu gehört unter anderem, den Haupteingang auf die Rückseite zu verlegen.

Mit den automatisch arbeitenden Jalousien gab es in der ersten Zeit noch Probleme, die Vergangenheit sind, seit ein Bauteil nachgerüstet wurde, so Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau beim Amt Eldenburg Lübz.

An den Umgang mit der sehr modernen Lüftung müsse man sich erst gewöhnen, bevor sie wie gewünscht funktioniert. Frischluft wird von außen durch die Fensterrahmen angesogen und die verbrauchte von innen gleichzeitig über sie nach außen abgegeben. Es handele sich dabei um ein gutes System, aber keine professionelle Lüftung. „Bei einer Außentemperatur von über 30 Grad kann ich demzufolge auch auf diesem Weg nichts Kühles gewinnen – systembedingt“, sagt Salomon. Dies gelte ebenfalls für das Öffnen der Fenster ohne Durchzug: „Wenn ich im Raum 25 Grad habe, draußen wie jetzt aber 30 sind, dauert es nur kurze Zeit, bis es sich innen aufgeheizt hat. Da muss man sich nur Physik in Erinnerung rufen.“ Im Winter sollen die Fenster auch aus Energiespargründen möglichst gar nicht geöffnet werden.

Klimaanlagen gebe es nur in den obersten Klasenräumen, die sich schnell aufheizen.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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