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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

03. Dezember 2016 | 03:30 Uhr

Zeichen gesetzt : Eiche als Symbol der Partnerschaft

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plöner Stadtspitze löst Versprechen ein: Am Klüschenberg wächst nun der Baum, der für die Freundschaft mit Plau am See steht

Am Fuße des Klüschenbergs, in trauter Nachbarschaft mit dem Spalier aus Kastanien und Ahörnern, das einst Plaus Stadtförster Diedrich Fockenbrock um 1885 so anlegte und das heute den Blick auf das etwas höher gelegene Parkhotel lenkt, da steht es nun – das Plau-Plöner-Partnerschaftsbäumchen. Jens Paustian hatte es schon im November 2015 anlässlich der Juliäumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft beider Städte versprochen. Jetzt ist Plöns Bürgermeister seit Wochen krank und konnte das schmucke Bäumchen gar nicht selbst pflanzen. Seine „Stellvertreter“, Dr. Henning Höppner, Plöns Erster Stadtrat, Bürgervorsteher Dirk Krüger und Hauptamtsleiter Volker Ohms – baumlange Kerls wie Paustian – übernahmen seinen Part. Morgens waren die drei im verschneiten Schleswig-Holstein aufgebrochen, um nach knapp 230 Kilometern im zwar kalten dafür aber sonnig-grünen Plau am See zu landen. Begrüßung, ein (schneller) Gang durch die überaus interessante, weil sehr vielseitige und vielleicht weit und breit außergewöhnlichste Museumsausstellung in der Plauer Burgscheune – dann packten die Plöner den Grünen Daumen aus und brachten das Partnerbäumchen – eine amerikanische Roteiche – in die Erde. Unterstützung bekamen sie von den Fachleute der Lübzer Garten- und Landschaftsbaufirma Vogel, die bereits Pflanzloch und „Stammhalter“ vorbereitet und die Eiche mitgebracht hatten. 18 Jahre hatte die sich in der Baumschule auf ihren großen Auftritt vorbereitet und war hier schon auf sieben bis acht Meter gewachsen.

Amerikanische Roteichen können übrigens bis zu 35 Meter hoch und bis zu 400 Jahre alt werden. Mehr Symbol für eine Städtepartnerschaft geht eigentlich kaum. „Wenn unsere Generationen schon nicht mehr da sind, steht der Baum immer noch und wird an die Partnerstadt erinnern“, sagt Plaus Bürgermeister Norbert Reier, als das Werk vollbracht war.

Plöns Amtsvorsteher Dirk Krüger, vom Einbuddeln höchstens ein klein wenig aus der Puste, brachte den Geist der nun schon ein Vierteljahrhundert dauernden Partnerschaft beider Städte mit einem chinesischen Sprichwort zum Ausdruck: „Der beste Zeitpunkt, einen Baum zu pflanzen, ist vor zwanzig Jahren. Der zweitbeste Zeitpunkt ist heute.“

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erstellt am 14.Nov.2016 | 20:00 Uhr

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