zur Navigation springen

Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

10. Dezember 2016 | 13:50 Uhr

Winter kann kommen : Der Winterdienst naht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

22 Mitarbeiter, sechs Fahrzeuge und hunderte Tonnen Salz der Straßenmeisterei Lübz stehen bereit

„Es geht nicht nur um den Schnee im Winter, auch über Nacht gefrorener Tau ist gefährlich“, sagt Platzwart Sebastian Knut von der Straßenmeisterei Lübz. Die kalten Temperaturen sind da und mit ihr eine Gefahr für Autofahrer: Glätte. Die Angestellten der Meisterei bereiten sich deshalb auf ihren Winterdienst vor.

Wann die Fahrzeuge dieses Jahr zum ersten Mal mit dem Salz streuen beginnen, entscheidet die Natur. Der Deutsche Wetterdienst liefert die aktuellsten Daten auf die Computer der Straßenmeisterei. Die Informationen stammen aus vielen kleinen Wetterstationen in der Region. Sie liefern nicht nur die aktuelle Lufttemperatur und Windrichtung, sondern auch die entscheidende Straßentemperatur. Einige Stationen fotografieren sogar regelmäßig den Belag und präsentieren den Mitarbeitern die neusten Bilder vom Boden. Die kleinen Kameras zeigen, ob die Wege nass, verschneit oder gar glatt sind. Wichtiger als Echtzeitbilder sind jedoch die Vorhersagen. Drohen die Temperatur gegen Null Grad zu fallen, beginnen die Vorbereitungen für den Winterdienst.

Die Meisterei Lübz kümmert sich um 260 Kilometer Land- und Bundesstraßen. Insgesamt helfen 22 Mitarbeiter, um die Fahrspuren zwischen Parchim, Lübz, Goldberg und Plau am See rutschfest zu machen. Sie arbeiten zwischen früh um Drei und abends um Zehn, bei schlechter Witterung sogar rund um die Uhr. „Unsere Kollegen müssen dann im Drei-Schicht-System arbeiten. Urlaub gibt es im Winter nicht“, sagt Horst Ferber. Er ist der Leiter der Straßenmeisterei und kümmert sich um die Verwaltung.

Während der kalten Monate konzentriert sich die Meisterei ausschließlich auf den Winterdienst. Andere Arbeiten müssen in dieser Zeit warten. „Grünpflegedienst, Beschilderungsarbeiten und Leitpfostenpflege fallen dann vollkommen aus“, so Ferber.

Auf seinem Hof warten ungefähr 500 Tonnen Streusalz auf ihren Einsatz. Ein schwarz-orangener Bagger belädt die fünf Räumfahrzeuge der Meisterei. Zwei Lkws, zwei Unimogs und ein kleines Räumgerät für Radwege stehen Ferber und seinen Kollegen zur Verfügung. Weitere Fahrzeuge von privaten Firmen springen bei heftigen Wetterlagen ein. Und wenn es mal ganz schlimm kommt? „Wenn der Schnee uns über den Kopf wächst, müssen eben auch der Schlosser, der Platzwart und der technische Angestellte ran“, sagt Leiter Horst Ferber.

zur Startseite

von
erstellt am 25.Okt.2016 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen