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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

07. Dezember 2016 | 23:14 Uhr

Kultur : Denkmal für den „Schnellfüßler“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die 2016er Saison im Plauer Burgmuseum wurde erfolgreich beendet. Die Macher bereiten jetzt die Ausstellung „200 Jahre Fahrrad“ für die nächste Saison vor.

Fast eintausend Besucher mehr als im vergangenen Jahr zählte das Plauer Burgmuseum in der jetzt zu Ende gegangenen Saison. Die Macher, mittlerweile 40 ehrenamtliche Museumsfreunde, die im Plauer Heimatverein organisiert sind, freut’s und macht das stolz. Auch wenn die zehntausender Marke, die Dieter Ehrke, einer der beiden Gründerväter, gern geknackt sehen würden, (noch) nicht ganz erreicht ist, „war ein tolles Jahr, im Museum wie auch im Burgturm“, freut sich der Plauer Senior.

Er wie noch etliche weitere Museumsfreunde sind am ersten Tag der „Winterpause“ schon wieder im Museum – in Arbeitskluft und dabei, die kommende Saison vorzubereiten. Höhepunkte gibt es einige und auch die Idee für ein ganz ausgefallenes Event. Da ist z.B. der Internationale Museumstag am 21. Mai. In diesem Jahr hatten sich die Plauer erstmals daran beteiligt. Ernsthafter soll ihr Auftritt 2017 werden. „Nach der Saisoneröffnung an Gründonnerstag, die wir wieder größer aufziehen werden, wollen wir den Museumstag für unsere Besucher zu einem richtigen Höhepunkt gestalten“, sagt Vereinsvorsitzende Sonja Burmester. Einzelheiten verrät sie noch nicht. Was vielleicht kein Wunder ist, denn noch sind die Museumsfreunde diesbezüglich in „Klausur“. Ebenso, was ihren Part beim Burgfest im nächsten Jahr betrifft.

Ein zweites – wahrscheinlich das größte ’17er und eben schon erwähnte ausgefallene Highlight – wird sich um die Geschichte des Fahrrads drehen, dessen Erfindung sich am 12. Juni 2017 zum 200. Mal jährt. Die Plauer werden eine Ausstellung konzipieren, die ihren Anfang beim 1817 von Freiherr von Drais erfundenen Laufrad hat, die Entwicklung des „Schnellfüßlers“ bis zum heutigen Hightech-Rädern aufzeigt und bei dieser Gelegenheit den Abstecher in die Plauer Radfahrvereinsgeschichte macht, für die 1896 der Grundstein gelegt war. „Das wird eine Riesensache“, schwärmt Roland Suppra, hält sich aber bedeckt. Der Eisenbahner unter Plaus Museumsfreunden, der bei der Vorbereitung mit den Hut auf hat, verrät nur, dass die Ausstellung am 11. Juni eröffnet wird, für diesen Tag Aktionen vorbereitet und im Mittelpunkt zwei durchaus spektakuläre Nachbauten stehen werden. Den Plauern ist es gelungen, Kontakt zum Deutschen Technikmuseum aufzunehmen. „Was wir gar nicht wussten, die Berliner unterstützen kleine Museen, selbst ehrenamtlich organisierte“, ist Dieter Ehrke begeistert. Zwei Laufräder der ersten Generation hatten die Großstädter in der vergangenen Woche höchstpersönlich in Plau abgeliefert. Vereinsmitglied Albrecht Reisch, der sie dieser Tage akribisch vermisst und Konstruktionszeichnungen anfertigt, wird sie nachbauen.

Bauen ist überhaupt ein gutes Stichwort. Nachdem in die mittlere Etage des Burgturms schon investiert wurde, wollen die Museumsfreunde 2017 die obere, mittlerweile verwitterte Etage des Burgturms, überarbeiten und neugestalten. Die umfangreichen Umbauarbeiten am Burgensemble werden den Museumsbetrieb übrigens nur unwesentlich einschränken. „Alles findet statt, auch unser Burghoffest“, vertraut Sonja Burmester darauf, dass entsprechende Absprachen mit den Baufirmen getroffen werden können.

Wer nun nicht bis Gründonnerstag 2017 warten möchte, kann das Museum auch zum Jahreswechsel für sich entdecken. An Heiligabend, 1. und 2. Feiertag, Silvester und Neujahr halten es die Museumsfreunde für Interessenten geöffnet.  

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erstellt am 03.Nov.2016 | 18:00 Uhr

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