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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

26. September 2016 | 09:04 Uhr

Goldberg : Bürger wollen Umgehungsstraße

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

1098 Einwohner sind für eine Ortsumgehung von Goldberg, 376 sind dagegen. Beteiligung der Befragung lag bei 46,99 Prozent

Die Goldberger haben ihr Votum abgegeben, ein deutliches. Insgesamt haben sich bei der Bürgerbefragung, die parallel zur Landtagswahl am 4. September stattgefunden hat, 1491 Wahlberechtigte beteiligt. Es ging um die Frage, ob die Goldberger eine Ortsumgehung favorisieren. Wenn Ja, welche – Ost- oder West-Umgehung. „17 ungültige Stimmen hat es gegeben“, erzählt Bürgermeister Peer Grützmacher bei der jüngsten Stadtvertretersitzung am Donnerstagabend. „376 sind gegen eine Ortsumgehung, 1098 sind für eine Umgehungsstraße“, erläutert der Bürgermeister das Ergebnis, das in den vergangenen Wochen ausgewertet wurde. Bis zum 8. September hatten die Einwohner Zeit, ihr Votum auch im Rathaus abzugeben.

Entgegen der Meinung im Stadtparlament favorisiert eine kleine Mehrheit der Goldberger die Ost- gegenüber der West-Variante für eine Umgehungsstraße. Hier lautet das Ergebnis 433 zu 410 Stimmen. Vor allem der Lkw-Verkehr stört die Anwohner der Lübzer und Langen Straße. Risse in den Fassaden, ohrenbetäubender Lärm. „Draußen sitzen ist so gut wie nicht möglich“, erzählt ein Goldberger.

Die Stimmungslage innerhalb der Stadt sollte mit Hilfe der Bürgerbefragung abgebildet werden. Das sei nun geschehen. „In aller Ruhe sollte jetzt darüber diskutiert werden, wie wir weiter verfahren. Ich denke, die Isek-Arbeitsgruppe sollte sich dem Thema annehmen“, sagt Peer Grützmacher. Schon zu Beginn der Stadtvertretersitzung wurde in der Einwohnerfragestunde das Thema Ortsumgehung angesprochen. „Warum wurde nicht gleich ein Bürgerentscheid gemacht“, fragte Manfred Wollschläger. „Die Entscheidung für eine Befragung hat die Stadtvertretung getroffen“, entgegnete Marko Kinski, Leitender Verwaltungsbeamter (LVB). Für Tino Krafczik, den ersten stellvertretenden Bürgermeister, fiel die Befragung pari-pari aus, auch Bürgermeister Peer Grützmacher schloss sich wenig später dem Urteil an. Ralf Koch sieht das Ergebnis anders: „Es ist eine deutliche Mehrheit für eine Umgehungsstraße. Leider steht alles andere nicht in unserer Macht.“

Mit Ruhe und Verstand wolle Bürgermeister Peer Grützmacher nun diskutieren. „Fünf bis zehn Jahre wird es wohl dauern“, so sein Urteil, schließlich treffen die Entscheidungen andere. Denn bislang ist Goldbergs Umgehungsstraße – ob Ost oder West – nur mit einem weiteren Bedarf im Bundesverkehrswegeplan enthalten.

 

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erstellt am 23.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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