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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

05. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Plau am See : Alte Wäscherei vor dem Abriss

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der Komplex in Plau am See wird voraussichtlich in den nächsten Wochen verschwinden – gestern begannen die Vorarbeiten

Die Alte Wäscherei an der Quetziner Straße ist seit Jahrzehnten eine Ruine. In dem Gebäude sammelte sich über die Zeit hinweg der Unrat: Flaschen, Plastiktüten, vergammelte Möbel oder Farbeimer. Bauarbeiter begannen gestern Vormittag mit der Müllentsorgung und bereiteten damit den Abriss der Alten Wäscherei vor.

„An die Stelle des Gebäudes kommt ein zentraler Parkplatz. 130 Pkws, zwei Reisebusse und sechs Wohnmobile können dort eine Stellfläche finden“, sagt Sachgebietsleiterin Herling vom Bauamt Plau am See.

Schon Anfang der Neunziger Jahre entstand die Idee eines zentralen Parkplatzes auf dem Gelände, der mehr Besucher in die Innenstadt locken sollte. Autofahrern wäre es möglich, die Innenstadt auf der B103 zu umfahren, den Wagen auf der neuen Fläche abzustellen und direkt in die Stadt zu laufen. Geplant ist deshalb ein neuer Weg zwischen dem Parkplatz und der Nahe gelegenen Burganlage. Die Verbindung soll Besucher in wenigen Schritten zu einer geplanten Tourist-Information führen. „Die Stadt baut die Burg ab 2018 zum ,Haus des Gastes’ aus. Damit entsteht endlich ein gut gelegener Anlaufpunkt, von dem aus Besucher leichter die Stadt erreichen können“, so Herling.

Langfristig möchte Plau am See seine Touristen überzeugen, den Urlaub direkt im Ort zu verbringen statt an der Ostssee-Küste. Immerhin ist die Stadt seit 1998 ein staatlich anerkannter Luftkurort. Auf die knapp 6300 Einwohner kamen im Jahr 2014 über 470 000 Gästeübernachtungen.

Doch die Übernachtungsdauer der Besucher ist den Stadtvertretern noch zu kurz. Im Durchschnitt schliefen Besucher nur 4,7 Nächte in Plau. Um den Aufenthalt zu verlängern, brauche es „witterungsunabhängige Angebote“, wie es im Beamtendeutsch heißt. Übersetzt bedeutet es, dass Gäste auch bei Regen und kalten Temperaturen in der Stadt gehalten werden sollen.

Das geplante „Haus des Gastes“ soll zu solch einem attraktiven Angebot werden. Die Stadt Plau am See sanierte bereits vor zwei Jahren die alte Burgscheune. Nächstes Jahr wird auch die Burganlage selbst zur Großbaustelle. Am Ende sollen Museum, Burganlage, Kurgarten und das grüne Umfeld eine Möglichkeit bieten, den Urlaub abseits der Strände zu verbringen.

Der Umbau der Burganlage wird Zeit kosten, äußerte sich unlängst Bürgermeister Norbert Reier: „Schon die jetzt geplanten zwei Jahre sind dafür eigentlich ziemlich sportlich.“ Ob der neue Parkplatz zusammen mit dem Haus des Gastes wirklich mehr Besucher anlocken wird, müsse sich erst zeigen.

Falls nicht, können sich die Anwohner über einen weiteren großen Stellplatz freuen, denn „der neue Parkplatz an der Quetziner Straße ist kostenfrei“, erklärte Bauamtsmitarbeitern Herling.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 06:00 Uhr

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