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Zeitung für die Landeshauptstadt

10. Dezember 2016 | 00:14 Uhr

Freikirchen in Schwerin : Zweites Standbein in der Platte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Freie evangelische Gemeinde macht Angebote nicht nur in der Innenstadt, sondern auch im Mueßer Holz

Kinder stark zu machen, ihnen ihre Möglichkeiten aufzuzeigen, Werte zu vermitteln, der Armut vorzubeugen – darin sehe die Freie evangelische Gemeinde in Schwerin eine ihrer wesentlichen Aufgaben, sagt Pastor Klaus Silber (51). „Deshalb haben wir im Jahr 2011 auch gerne unsere Räume in der Heinrich-Mann-Straße 2 für die Kindertafel in der Innenstadt zur Verfügung gestellt.“ Die Schweriner Tafel kümmere sich um die Verköstigung, erklärt Silber. „Wir sorgen mit einem Team von Ehrenamtlichen dafür, dass die Mädchen und Jungen vor und nach der Mahlzeit betreut werden.“

Nicht nur die Kinder, die zur Tafel in der Heinrich-Mann-Straße kommen, liegen der Gemeinde am Herzen. Auch in der Kindertafel in der Hegelstraße im Mueßer Holz bietet die Freikirche regelmäßig Veranstaltungen an. „Einmal im Monat, immer an einem Sonntagnachmittag, organisieren wir zum Beispiel ein Familienfest, den so genannten Platten-Praise. Dort erwartet die Mädchen und Jungen und ihre Eltern ein kurzweiliges Programm mit Spielen und Musik, einer kurzen Andacht und immer auch einer gemeinsamen warmen Mahlzeit“, sagt Pastor Silber.

Und die Arbeit in der Platte soll noch ausgebaut werden. So habe die Gemeinde in der Hamburger Allee zwischen Kaufland und dem Ärztehaus eine alte Halle erworben, berichtet Silber. Mit Unterstützung von Arbeitslosen soll die Halle in der kommenden Zeit auf Vordermann gebracht werden und einmal als Dach für ein Café, eine Werkstatt, eine Bühne dienen. Patchwork-Center, so nennt sich das Projekt, das gerade Menschen ohne Beschäftigung eine Perspektive geben soll.

Rund 40 Mitglieder zählt die Freie evangelische Gemeinde in Schwerin. Gegründet wurde sie im Jahr 1993. Zu den Gottesdiensten am Sonntag um 10 Uhr mit Kindergottesdiensten und Kirchencafé kommen im Schnitt etwa 60 Gläubige in die Heinrich-Mann-Straße. Was unterscheidet die Freie evangelische Gemeinde von einer Kirchengemeinde der Amtskirche? „Bei uns gibt es keine Kindertaufe“, erklärt Pastor Silber. Getauft werde, wer sich bewusst zu Gott bekenne. Auch die Teilnahme am Abendmahl sei mit diesem ausdrücklichen Bekenntnis verbunden, so Silber. Finanziert werde die Gemeindearbeit nicht aus Steuermitteln, sondern aus Spenden.

Am jüngsten Gemeindefest hätten Menschen aus acht Nationen teilgenommen, berichtet der Pastor stolz. Er ist dankbar für das reiche Gemeindeleben, zu dem unter anderem auch noch ein Krabbelkreis und eine Frauen-Frühstücksgruppe gehören.

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erstellt am 03.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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