zur Navigation springen

Zeitung für die Landeshauptstadt

28. Juli 2016 | 14:26 Uhr

Wohnen am Wasser : Wohnträume wachsen in den Waisengärten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Stadthaus „Schwanenwieck“ trägt als erstes die Richtkrone, noch in diesen Sommer soll das nächste Bauprojekt starten

Noch bevor ganz offiziell die Hochbau-Phase in den „Waisengärten“ beginnt, feierte die gek-Grundstücks- und Erschließungskontor GmbH bereits Richtfest: Das erste von drei Stadthäusern mit dem Namen „Schwanenwieck“ trägt seit Donnerstag Nachmittag die Richtkrone. Schon Ende Oktober sollen Bewohner hier einziehen. 28 hochwertige Eigentumswohnungen gibt es in dem ersten Neubau auf der Halbinsel, 14 von ihnen sind bereits verkauft, berichten Carsten Bunsen und Gerd Riesner, die beiden Geschäftsführer der gek. Sie sind alte Hasen im regionalen Immobiliengeschäft, haben unter anderem im Hafenquartier gebaut und die ehemalige Polizeiwache in der Bertha-von-Suttner-Straße altengerecht saniert. Genau wegen dieser Erfahrung und ihrer guten Beziehungen konnten sie in den Waisengärten schon während der Tiefbauphase loslegen. Für alle anderen, die im ersten von insgesamt drei Bauabschnitten ihre Häuser errichten wollen, fällt jetzt erst in den nächsten Tagen der Startschuss. Die Firmengruppe Schütt aus Lübeck will gleich neben der Schwanenwieck ein Haus mit knapp 50 Eigentumswohnungen errichten.

Die Waisengärten gehören zu den umstrittensten Baugebieten. Über viele Jahrzehnte hatten hier Kleingärtner ihr Zuhause, eine grüne Oase mitten in der Stadt. Schon in den 90er-Jahren wurden Bebauungsideen entwickelt, die letztlich an Bürgerprotesten scheiterten. Bevor die Stadtvertretung Ende 2010 einen Masterplan und die Aufstellung des B-Planes für die Waisengärten beschloss, gab es hitzige Diskussionen über die angebliche „Vertreibung von Kleingärtnern“ sowie nachhaltiges und ökologisches Bauen.

Wenn in den Waisengärten ein Wohnhaus errichtet werden soll, muss vorab eine Gestaltungskommission den Entwurf abnehmen und so hochwertiges Bauen in 1-A-Lage sichern. Darauf legen auch Carsten Bunsen und Gerd Riesner großen Wert. Die 28 Wohnungen, die von 57 bis 175 Quadratmeter groß sind, haben allesamt hohe Räume, Fußbodenheizung, dreifach verglaste Fenster, Balkone oder Terrassen, Wärmedämmung und Schallschutz. Es sind drei Fahrstühle vorhanden, in der Tiefgarage stehen 33 Stellplätze zur Verfügung. Außerdem gibt es Kellerräume, Fahrradboxen, gemeinsame Wasch- und Trockenräume. Acht Millionen Euro investierten die Unternehmer in die Stadthäuser. Die Bauphase verlief bislang reibungslos. „Wir brauchten keine Pfahlgründung und hatten niemals Grund- oder Schichtwasserprobleme“, so Bunsen. „Es gibt keinen besseren Baugrund als den, den wir hier vorgefunden haben.“

 

zur Startseite

von
erstellt am 20.Jun.2014 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen