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Romanze mit SVZ-Hilfe : Wer mutig suchet, der heiratet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Flüchtiger Moment und Eintrag auf der SVZ-Facebook-Seite führten zum Kennenlernen, nun heiraten Jan Heiden und Sonja Gebauer

Es ist nur ein kleiner Moment in der gut sortierten Küche mitten in Ruthenbeck. Doch dieser Augenblick, bei dem Stille herrscht und allen Beteiligten am Tisch die Worte fehlen, vermittelt alles, um das es geht: Liebe. Was sich liest wie der Einstieg in einen romantischen Roman , ist ein Moment zwischen Sonja Gebauer und Jan Heiden. Ihr gemeinsamer Weg, der am 21. Juli zur Hochzeit führen soll, ist buchstäblich eine Bilderbuchgeschichte. Mit ungewöhnlichem Kennenlernen mit Anteil der SVZ, spannendem Mittelteil und Happy End.

Der Ruthenbecker und die gebürtige Magdeburgerin haben sich vielleicht nicht gesucht, aber sie haben sich wortwörtlich gefunden. Mittels Internet. „Das erste Mal sind wir uns am 24. September 2013 begegnet, in einer Tankstelle in Heide“, erinnert sich die 31-jährige Sonja Gebauer. Sie war in ihrem schleswig-holsteinischen Wohnort tanken, Jan Heiden zufällig auch dort, weil der Soldat für einige Wochen aus beruflichen Gründen dort stationiert war. „An der Kasse haben wir uns zugelächelt, und Jan hat mich vorgelassen“, erzählt Sonja Gebauer. Ihr gefiel der rot-blonde Mann, traute sich aber nicht, ihn anzusprechen. Doch sie merkte sich das Auto und Kennzeichen des zuvorkommenden Mannes. „Ich habe mich geärgert, dass ich ihn nicht gleich angesprochen habe“, so die Heilerziehungspflegerin. Die erste Suche über die Tankstelle verlief im Sande, aber durch das Kennzeichen mit der Abkürzung „PCH“ bekam sie heraus, dass Jan aus Parchim kommen musste. Sie wandte sich an die SVZ und bat auf der Facebook-Seite um Such-Hilfe. Doch es geschah erst einmal nichts. Denn Jan war damals noch vergeben. „Ich musste einige Zeit warten, aber einen Tag nach meinem Geburtstag hörte ich von ihm“, erzählt Sonja Gebauer. Es war der 1. Oktober. Jans Schwester und eine gemeinsame Bekannte hatten den Aufruf gelesen und damit dem Kennenlernen der beiden den Weg geebnet (SVZ berichtete damals).

Nun sitzen Jan und Sonja in der Küche in Ruthenbeck nebeneinander. Sie sind zum Oster-Besuch da. Noch gut drei Monate, dann steht das Paar mit der ungewöhnlichen Geschichte vor dem Traualtar. Beide schauen sich an und lächeln. Wahrscheinlich wie damals an der Kasse der Tankstelle in Heide. Bei ihrem ersten Date gab es Kaffee und Kekse. Wieder müssen beide lachen. Denn eigentlich mag Sonja gar keine Kekse. „Aber ich dachte, Kekse passen besser zu einem Date draußen mit Kaffee als mit einer großen Sahnetorte in der Hand aufzutauchen“, erzählt der zukünftige Ehemann schmunzelnd. Auch seine Mutter, Simone Heiden, muss lachen. „Befreit“, sagt sie, sei sie. Weil ihr Sohn nun glücklich ist.

Jan Heiden wirkt nicht wie ein Mann vieler Worte. Doch, dass ihm seine Verlobte Sonja viel bedeutet, ist deutlich. Denn es ist nur ein kleiner Moment in der gut sortierten Küche mitten in Ruthenbeck, als Jan Heiden seine Verlobte Sonja Gebauer kurz anschaut, um zu erklären, warum er ihr den Heiratsantrag gemacht hat. Ihm fehlen die Worte. Auch die anderen am Tisch, seine Mutter, seine Schwester und sein Schwager, lassen den Augenblick für sich stehen.

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erstellt am 18.Apr.2017 | 08:00 Uhr

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