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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. März 2017 | 01:07 Uhr

Schweriner Einzelhandel : Was kommt in den Fachmarkt?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In geplantes Einkaufszentrum im Haselholz könnte ein Factory Outlet Center einziehen – oder doch schon wieder etwas anderes

Auf der Brachfläche an der Ecke Ludwigsluster Chaussee, Umgehungsstraße tut sich was. Der Wildwuchs wurde abgeschoben, ein Bauschild verkündet schon mal den Namen des geplanten Fachmarktzentrums: „Schwerino“. Doch was dort wirklich hinkommt ist offenbar noch unklar und der Projektentwickler übt sich in Geheimhaltung.

Für Ende 2016 hatte Vorhabenmanager Rainer Beckmann den Baubeginn für das Fachmarktzentrum angekündigt. Die Arbeiten, die auf dem Gelände der ehemaligen Rinderbesamungsstation erledigt wurden, sind aber noch nicht der Startschuss für die Bauarbeiten. „Wir sind derzeit bei den Bauvorbereitungen und Baugrunduntersuchungen“, sagt Rainer Beckmann. Die aufgestellten Baucontainer seien nur da, um ein Bauschild aufstellen zu können. „Eine Bauvoranfrage ist aber bereits bei der Stadt gestellt worden.“

Was in das Fachmarktzentrum einziehen wird, steht offenbar noch nicht fest. Klar ist lediglich, wer nicht kommt. „Obi hat abgesagt, nachdem Hagebau angekündigt hat, den Baumarkt in der Rogahner Straße zu erweitern“, so Beckmann.

Im Gespräch ist aber weiterhin ein so genanntes Factory Outlet Center, das Markenware billig anbietet. „Es gibt einen Interessenten“, sagt Beckmann. „Ich darf aber nicht sagen, wer es ist.“ Nur so viel gibt der Projektentwickler preis: „Es ist die Nummer zwei in der Welt für solche Center.“

Ein Factory Outlet ist auch in Wittenburg geplant. Das wäre obsolet, wenn es in Schwerin eins geben würde. „Die Chancen auf Wirtschaftlichkeit eines solchen Centers sind im Moment nicht rosig“, sagt Rainer Beckmann. „Aber sie sind in Schwerin nicht schlechter als in Wittenburg.“ Und es würde mehr Touristen in die Landeshauptstadt holen.

Derzeit führt Beckmann keine weiteren Verhandlungen mit potenziellen Mietern für das Fachmarktzentrums. Er wartet die Entwicklung in Sachen Factory Outlet ab. Doch der Projektmanager macht Druck. „Die Stadtvertretung muss sich schnell entscheiden, ob sie ein solche Center will. Sonst ist Wittenburg durch.“

Bauausschussvorsitzender Sven Klinger betont: „Wir haben nichts gegen eine Factory Outlet in Wittenburg. Nur die Dimension stört uns.“ Das hat die Stadt auch in ihrer Stellungnahme zu dem Wittenburger Vorhaben gegenüber dem Planungsverband klar gemacht.

An dem Fachmarktzentrum im Haselholz wird bereits seit mehr als acht Jahren gearbeitet. Supermarkt, Möbelmarkt, Baumarkt, Drogeriemarkt, Café, Restaurant, Bäckerei, Factory Ourtlet Center – vieles war bisher im Gespräch. Der Bebauungsplan wurde mehrmals geändert.

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erstellt am 11.Jan.2017 | 05:00 Uhr

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