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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2016 | 12:49 Uhr

Kinderbauernhof Holthusen : Was für eine schöne Schweinerei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kinderbauernhof in Holthusen hat einen neuen Bewohner: Frieda heißt das kleine Sattelschwein und kommt aus dem Schweriner Zoo

Ganz viele Streicheleinheiten – die gingen gestern auf keine Kuh- dafür aber auf eine Schweinehaut: nämlich auf die der kleinen Frieda. Das Sattelschwein-Ferkel ist neu auf dem Holthusener Kinderbauernhof auf dem Gelände der Agrargemeinschaft Holthusen und wurde nun auch von den Jüngsten der Gemeinde begrüßt. Die Mädchen und Jungen der ortsansässigen Kita kamen, um das rosa-schwarze Borstentier willkommen zu heißen. Und so gab es neben Herbstliedern auch reichlich Zuwendung für das 42 Tage alte Tier.

Erst kurz zuvor war das Ferkel vom Schweriner Zoo nach Holthusen umgezogen. „Wir haben mit Fredi und Fritzi ja schon zwei Ringelschwanzvertreter auf dem Hof“, sagt Brigitte Roost-Krüger, Chefin des Holthusener Landwirtschaftsbetriebes, und verweist auf die beiden Minischweine, die mittlerweile gar nicht mehr so „mini“ sind. Nun sei aber mit den drei Schweinen endgültig der Grundstein für die „kleine Schweineschule“ auf dem Holthusener Kinderbauernhof gelegt.

Den Namen für das dritte Tier im Bunde haben die Kindergartenkinder ausgesucht. „Wir hatten mehrere Vorschläge“, erklärt die kleine Hannah. Mit F sollte er beginnen und Frieda fand Zustimmung bei allen. Brigitte Roost-Krüger ist auch zufrieden. „In den nächsten Tagen bekommt sie dann auch ein Namensschild an den Stall.“

Gestern durften die Kinder das neue Zuhause von Frieda genau unter die Lupe nehmen. „Die Kleinen sollen den Umgang mit den Tieren lernen, erfahren, was ein Schwein frisst und auch wie es lebt“, sagt Roost-Krüger. Der Landwirtin ist durchaus bewusst, dass diese Form der Schweinehaltung nicht der gängigen Praxis entspricht. „Wir haben auch eine Kuh auf der Weide, die zwischen Schafen, Ziegen und einem Esel läuft. Die Kinder sollen hier auch erst einmal die Tiere an sich kennen lernen“, erklärt Roost-Krüger und ergänzt, dass es auch gar nicht so einfach sei, mit einer Kindergartengruppe spontan eine Sauenanlage zu besuchen. „Wir leisten hier eine Art Vorarbeit“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Denn ist beispielsweise die neue Milchviehanlage mit 598 Kuhplätzen erst einmal gebaut, gehöre auch ein Besuch im Stall zum Programm.

Gestern haben die Kinder schon einmal gelernt, wie sich so ein Schwein anfasst, dass es durchaus auch spitze Zähne hat und was es gern frisst. Zusammen mit Brigitte Roost-Krüger haben die Knirpse das „Frühstück“ für Fredi, Fritzi und Frieda zusammengestellt. Neben Äpfeln, Birnen, Milch, Schrot, Möhren und Brot gab es für jedes Schwein auch ein Ei. „Schweine sind Allesfresser“, das weiß jetzt auch der kleine Bjarne. Bald kommt er wieder zum Bauernhof. Denn Brigitte Roost-Krüger hat angekündigt, dass es Nachwuchs geben soll. Doch zunächst kann Frieda ein paar schöne „Kindertage“ verbringen.


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erstellt am 22.Okt.2016 | 16:00 Uhr

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