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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 19:38 Uhr

Schweriner Theater : Warum reichen Musical-Karten nicht?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Aufführungen von „My Fair Lady“ bis weit ins nächste Jahr ausverkauft, doch Theater steuert nach und bietet Zusatzvorstellungen

Die  Premiere des  Musicals „My Fair Lady“ am 11. November wurde stürmisch gefeiert und auch die nächsten Vorstellungen waren rasend schnell ausverkauft. Doch in die Freude der Theaterleute mischte sich rasch ein unschöner Unterton: Viele Musical-Liebhaber waren sauer, keine Karten mehr bekommen zu haben. Manche forderten Zusatzvorstellungen.

„Doch so einfach ist das nicht“, erklärt Angela Kalms, die Künstlerische Betriebsdirektorin des Theaters. „Ich könnte jubeln, dass das Stück beim Schweriner Publikum so gut ankommt und würde am liebsten gleich drei, vier Aufführungen nachschieben. Aber Theater ist ein komplexes Gefüge und wenn eine Spielzeit durchgeplant ist, gibt es kaum Spielräume.“ So seien in dieser Inszenierung gleich mehrere Sparten des Hauses vertreten: Musiktheater, Schauspiel, Fritz-Reuter-Bühne, Ballett und Orchester. „Aber die Sänger, Schauspieler,  Musiker und Tänzer sind auch in die Produktionen  ihrer eigenen Sparten  eingebunden.“

Hinzu komme, dass das Schweriner Theater in der glücklichen Lage ist, viele feste Abonnenten zu haben. „Wir haben zwölf Abo-Ringe, darunter zwei für Jugendliche, und können für die nächste Spielzeit einen dritten für junge Leute  aufmachen“, sagt Kalms. Diese Karten seien fest gebucht. Hinzu kämen die Kontingente für Reiseveranstalter, die schon langfristig Tickets ordern sowie Gruppenbuchungen. „Deshalb kann es durchaus eintreten, dass für bestimmte Vorstellungen nur wenige Karten in den Freiverkauf kommen“, erläutert die Künstlerische Betriebsdirektorin.

„Natürlich versuchen wir, auf große Nachfrage wie jetzt bei ,My Fair Lady‘, zu reagieren.  Regulär geplant sind für diese Spielzeit ohnehin noch zwölf weitere Vorstellungen.  Und am 14. Januar gibt es eine zusätzliche, mit der wir  aber  erst einmal  die Warteliste abarbeiten. Eine weitere zusätzliche  planen  wir im Mai“, sagt  Angela Kalms. „Außerdem kann ich versprechen, dass wir ,My Fair Lady‘ auch in den Spielplan 2017/18 aufnehmen werden.“

Und die Betriebsdirektorin hat noch eine weitere Nachricht für Musical-Freunde: Statt der Winterpause  werde es  ein   Musical geben:  „Anything goes“. „Es wird beeindruckend sein, einen Kreuzfahrt-Liner auf der  Bühne zu sehen. Und ich bin mir sicher, dass das  Publikum den Step-Tänzern zu Füßen liegen wird.“ 16 Vorstellungen  werde es vom 16. Februar bis 5. März  geben. 

Karten  gibt es  an der Theaterkasse, im Internet unter  kasse@mecklenburgisches-staatstheater.de oder unter Telefon  0385/5300123. Der Vorverkauf startet aber immer erst zwei  Monate im Voraus.

 

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erstellt am 29.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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