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Zeitung für die Landeshauptstadt

01. Oktober 2016 | 22:37 Uhr

Kita-Anbau : Warsower bauen für Kinder an

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tagesstätte wird für knapp 400 000 Euro erweitert: Neue Plätze sind alle schon jetzt vergeben

Die Jungen und Mädchen aus der Warsower Kita sind zu Bauleuten geworden. Jeden Tag schauen sie über den Bauzaun und fragen nach, was sich getan hat. Das Baugeschehen direkt vor der Haustür ist spannend. Und selbst die Kleinen wissen, dass für sie gebaut wird: Zwischen dem Kindergarten-Gebäude und der Kothendorfer Straße entsteht ein Anbau. Zwei Gruppenräume, ein Schlaf-, ein Erzieherzimmer und Sanitärräume finden darin Platz.

Im September legten die Bauleute los. Noch bevor der Winter Einzug hält, soll das Dach fertig sein, damit darunter weitergemacht werden kann. Schließlich wollen die Kinder im Frühjahr einziehen. Knapp 400 000 Euro kostet diese Erweiterung. „Der größte Teil davon ist Fördergeld aus EU-Töpfen für den ländlichen Raum “, bedankt sich Bürgermeisterin Gisela Buller. Aber auf rund 120 000 Euro Eigenanteil kommt Warsow doch. Viel Geld für die rund 650 Einwohner zählende Gemeinde. Die Finanzierung war der Grund, warum das seit Jahren geplante Projekt immer wieder warten musste. Deshalb klappte es auch nicht mit dem vor einem Jahr avisierten Baubeginn im Frühling. Damals war noch von 250 000 Euro Gesamtkosten die Rede.

Doch gewachsen ist seitdem nicht nur die Eurosumme, auch das Projekt wurde erweitert. Künftig sollen 57 Mädchen und Jungen in der Kita betreut werden – 18 im Krippen- und 39 im Kindergarten-Alter. Das sind zwölf Plätze mehr als bislang und damit doppelt so viele wie im ursprünglichen Projekt. „Damit können wir im Frühjahr unsere Wartelisten abarbeiten“, freut sich Kita-Leiterin Carola Hillert. Doch mehr ist nicht möglich: Auch die neuen Plätze sind schon vergeben.

Dass dieses Vorhaben endlich umgesetzt wird, ist auch dem großen Engagement der Eltern zu verdanken: Sie waren es, die nie locker ließen und sowohl bei der Gemeinde als auch beim Land immer wieder nachhakten. „Auf unsere Eltern können wir bauen“, bedankt sich Carola Hillert auch für weitere Unterstützung. So war es keine Frage für die Großen, beim Herbstputz auf dem Kita-Gelände anzupacken. Der fiel diesmal besonders groß aus, da der Hausmeister nicht dabei sein konnte.

Der Kita-Anbau bringt allerdings für die Eltern noch eine Einschränkung mit sich: Der neue Gebäudeteil steht auf dem alten Parkplatz. Wer sein Kind mit dem Auto zur Kita bringt, muss im Birkenweg halten. Dort gibt es aber nur wenige Stellflächen. Um hier für Ordnung und Sicherheit zu sorgen, soll der Birkenweg zur Einbahnstraße werden. „Wir müssen nur noch entscheiden, in welche Richtung der Verkehr fließen darf“, erläutert Gisela Buller.

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erstellt am 18.Nov.2014 | 23:43 Uhr

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