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Zeitung für die Landeshauptstadt

10. Dezember 2016 | 04:03 Uhr

Schweriner Feuerwehrmuseum : Viel Tatütata ganz ohne Brand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Saison des Schweriner Feuerwehrmuseums offiziell zu Ende / Hauptbrandmeister Rosenfeld: „ein erfolgreiches Jahr“

Unscheinbar ist sie, die Halle am Fernsehturm. Doch für viele Gäste von nah und fern ist sie ein Höhepunkt in der Schweriner Kulturlandschaft: das internationale Feuerwehrmuseum. Über das ganze Jahr hinweg kommen viele Feuerwehr-Fans in die Hamburger Allee. Seit dem 31. Oktober ist die offizielle Saison nun beendet.

„Auch in diesem Jahr hatten wir wieder rund 15  000 Besucher“, sagt Hauptbrandmeister Uwe Rosenfeld. Der gebürtige Hamburger ist der Direktor des Internationalen Feuerwehrmuseums. Die Gäste kämen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus ganz Europa: „Wir haben Gäste aus der Ukraine, Österreich und vielen anderen Ländern.“ Dominika Schendzielorz und Sascha Theo Wilhelm sind extra aus Duisburg angereist, um sich vor Ort Europas größte Atemschutzausstellung anzusehen. „Mein Freund ist riesiger Feuerwehr-Fan, unser Besuch ist eine Überraschung“, sagt Schendzielorz.

Eine spezielle Altersgruppe gäbe es nicht, erklärt Rosenfeld: „Egal ob jung oder alt – bei uns fühlen sich wirklich alle Feuerwehr-Fans wohl.“ Besonders häufig kämen Opas mit ihren Enkelkindern ins Museum. „Aber auch Feuerwehrgruppen oder Schulklassen besuchen uns“, ergänzt der 63-Jährige, der seit 41 Jahren Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr ist. Ohne diese Besucher könnte das Museum nicht bestehen: „Wir bekommen keine Förderung. Meine Kollegen und ich leiten das Museum ehrenamtlich, wir finanzieren uns komplett über den Eintritt.“

Auf rund 4500 Quadratmetern sind rund 16 000 Exponate ausgestellt – von Briefmarken über Modellautos bis hin zu Anhängern und Leiterwagen. Die Exponate zeigen die Geschichte der Feuerwehr von 1841 bis heute. Passend zum Thema hat das Museum auch eine einsatzfähige Feuerwehr. „Dem normalen Benutzer fällt das wahrscheinlich nicht auf, aber wir haben an drei Orten funktionsfähige Geräte und haben im größten Raum auch unsere Einsatzkleidung untergebracht“, erklärt der Brandschützer.

Gemeinsam mit seinen Kollegen freut sich Rosenfeld schon wieder auf die nächste Saison, die am 1. April beginnt. Doch sind die Türen des Feuerwehrmuseums nicht dauerhaft geschlossen: Nach Vereinbarung ist auch außerhalb der Saison ein Besuch möglich.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 16:00 Uhr

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