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Zeitung für die Landeshauptstadt

09. Dezember 2016 | 04:59 Uhr

Schweriner Denkmale : Viel Kunst im öffentlichen Raum

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Auf Schwerins Plätzen und in den Parkanlagen stehen 185 Plastiken und Denkmale, die der Stadt gehören oder Dauerleihgaben sind

Die Schirmkinder am Pfaffenteich kennt jeder Schweriner, den Brunnen mit Herrn Pastor sien Kau auf dem Schlachtermarkt ebenso oder das Denkmal für Paul Friedrich auf dem Alten Garten. Nicht so bekannt sind sicher der lesende Junge vor dem Goethe-Gymnasium oder die Windhunde in der Lessingstraße. Doch alle Skulpturen und Denkmale auf Schwerins Straßen und Plätzen und in den Grünanlagen kennt kaum jemand. Selbst Wikipedia weist nur etwa 80 aus, darunter zwei Dutzend, die dem Land gehören. Insgesamt stehen hier 185 Kunstwerke im öffentlichen Raum. Deshalb wurden im Auftrag des Kulturbüros jetzt alle Plastiken erfasst, katalogisiert und möglicher Handlungsbedarf zur Instandsetzung ermittelt. „Der nächste Schritt ist die Digitalisierung aller Informationen, damit sie leichter abrufbar sind oder per Smartphone heruntergeladen werden können“, sagt Marita Schwabe, die als frühere Leiterin des Kulturbüros das Projekt auf den Weg gebracht hatte.

Die Erfassung aller Kunstwerke war aufwändig, berichtet Schwabe, weil nicht wenige in den vergangenen Jahrzehnten ihren Platz verändert hatten, neue hinzukamen, alte abgebaut und eingelagert wurden. Beispiele: Die Schwimmer zogen von Lankow auf Dreesch, der Runde Tisch wanderte vom Markt zum Großen Moor, die Keramische Säule wurde abgebaut und eingelagert, ebenso die Gedenkstätte der Sozialisten. Neu sind Straßenfeger August Felten auf dem Marienplatz oder Bertha Klingberg am Burgsee.

Doch während in anderen Städten wie Rostock oder Magdeburg die Kommune jedes Jahr Kunst für den öffentlichen Raum ankauft, hat Schwerin dafür kein Geld. Die Stadt ist auf Sponsoren wie bei Felten und Klingberg angewiesen oder auf das Entgegenkommen der Künstler. So kamen zum Beispiel mehrere große Stahlskulpturen als Dauerleihgaben ins Stadtbild, die bei den Schweriner Metallbildhauersymposien entanden. Derzeit bereitet die Stadt den Standort für die „Donna Bella“ von Claira Ochsner vor, die diese Fünf- Meter-Skulptur Schwerin schenken will als Erinnerung an ihre große Ausstellung von 2009.

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erstellt am 18.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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