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Zeitung für die Landeshauptstadt

19. Februar 2017 | 15:25 Uhr

Nach Randale in Schwerin : Videoüberwachung am Marienplatz auf Probe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt will Kameras auf dem Marienplatz von April bis Oktober testen. Politik entscheidet am 30. Januar.

Das letzte Wort spricht die Stadtvertretung am 30. Januar. Aber die Vorbereitungen für eine Videoüberwachung des Marienplatzes laufen. „Es soll eine sechsmonatige Testphase geben“, sagt Ordnungsdezernent Bernd Nottebaum. Gegenwärtig sondiere die Stadt den Markt nach einem passenden Kamerasystem, eine Ausschreibung werde natürlich aber erst nach einem positiven Votum der Politik erfolgen.

Ob es eine oder zwei Kameras auf dem Marienplatz geben wird, möglicherweise auch ein gemietetes System, sei noch nicht ganz klar, erklärt Nottebaum. Klar sei aber die Arbeitsteilung zwischen Stadt und Land: Die Stadt kümmere sich um die Beschaffung der Ausrüstung, die Polizei werte die Aufnahmen aus, so der Dezernent. Bei der Finanzierung des Projektes hoffe die Stadt auf einen großzügigen Zuschuss aus der Landeskasse.

Seit mehreren Wochen bereits gibt es eine Arbeitsgruppe mit Vertretern von Stadt und Polizei, die die Überwachung des Marienplatzes vorbereitet – als Reaktion auf die Auseinandersetzungen, die im vergangenen Jahr auf dem Platz stattgefunden haben (SVZ berichtete). Der Landesdatenschutzbeauftragte habe mittlerweile seine Zustimmung gegeben, dass die von den Kameras aufgenommenen Bilder nicht nur angesehen, sondern auch aufgezeichnet werden dürfen, sagt Nottebaum. „Nach 72 Stunden müssen die Aufnahmen aber wieder gelöscht werden.“

Schwerins Ordnungsdezernent hat auch schon eine konkrete Vorstellung für den zeitlichen Ablauf der geplanten Testphase. „Ich halte eine Erprobung über die Sommermonate hinweg für sinnvoll, also etwa von April bis Oktober“, so Nottebaum.

 

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erstellt am 11.Jan.2017 | 21:00 Uhr

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