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Zeitung für die Landeshauptstadt

06. Dezember 2016 | 17:00 Uhr

Wahlplakate in Barnin : Und täglich grüßt der Wahlkämpfer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Politiker-Plakate tauchen plötzlich in Barnin wieder auf – wer sie erst ab- und dann wieder aufgehängt hat, ist unklar

Knapp drei Monate nach der Landtagswahl grüßen einige Kandidaten immer noch von Laternenmasten. „Inzwischen sind es aber nur noch Einzelfälle“, so Hartmut Paulsen vom Crivitzer Ordnungsamt zu den noch präsenten Wahlplakaten. Doch neben diesen Einzelfällen gibt es sogar Rückkehrer: So tauchte am Ortseingang von Barnin der AfD-Landtagsabgeordnete Thomas de Jesus Fernandes wieder auf. Kurios dabei: Auf der Rückseite ist das Bild von Gustav Graf von Westarp von den Freien Wählern zu finden, die bekanntlich den Einzug in den Schweriner Landtag verpasst haben. Fest zusammengeschnürt warten die Schilder nun auf Erlösung. „Inzwischen bitten wir die Gemeindearbeiter, sie abzunehmen“, sagt Paulsen. „Und wenn wir darauf zukommen, werden wir auch gleich selbst aktiv.“

Das Crivitzer Ordnungsamt hatte sich nach Ablauf der 14-Tage-Frist an alle Parteien und Wählergruppen gewandt, ihre verbliebenen Werbetafeln bitte umgehend einzusammeln. „Da hingen noch mehr als 60 Schilder zwischen Rubow und Ruthenbeck“, schätzt Hartmut Paulsen, die meisten davon rund um Pinnow. CDU, SPD, AfD und die Achtsamen Demokraten war nach Ablauf der Frist noch zahlreich vertreten. Und nach dem Brief aus den Ordnungsamt reagierten diese Parteien umgehend. Aber gerade die AfD-Helfer hätten wohl manches Plakat übersehen, merkt Paulsen an. Nur zögerlich reagierten hingegen Tierschutzpartei und NPD. „Da mussten wir nochmals mahnen“, so Paulsen weiter. Und dann gibt es eben auch Fälle, in denen verschwundene Plakate wieder auftauchen – wie aktuell in Barnin. „Das macht es uns dann schwer, solche Verstöße zu ahnden“, ordnet der Fachmann die Angelegenheit ein.

Keine Schwierigkeiten gab es hingegen in Banzkow, Plate und Sukow. „Die drei Gemeinden haben per Ortssatzung festgelegt, dass nur an den dafür vorgesehenen Aufstellern plakatiert werden darf“, erläutert Paulsen. Das funktioniere ganz gut und macht nun Schule im Großamt. Die Stadt Crivitz und die Gemeinde Raben Steinfeld überlegen, eine entsprechende Satzung festzulegen und dann Aufsteller zu installieren – noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl im September 2017.

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erstellt am 02.Dez.2016 | 08:00 Uhr

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