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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 09:30 Uhr

Wasserschutzpolizei Schwerin : Tempo-Sündern auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ende der Wassersportsaison: Polizei registrierte in dieser Saison rund 100 Geschwindigkeitsverstöße

Es war das große Thema zu Beginn der Wassersportsaison: das Befahrensverbot um die Naturschutzgebiete. Nur noch bis auf eine Entfernung von 100 Meter dürfen sich Freizeitkapitäne den Inseln Kaninchenwerder und Ziegelwerder, dem Großen Stein und dem Ramper Moor nähern. Rund 50 Verstöße haben der Leiter der Wasserschutzpolizeiinspektion, Thomas Holz, und seine Mitarbeiter im Schweriner See bearbeitet. Die ertappten Bootsfahrer seien allerdings nicht mit einer Ordnungswidrigkeit-Anzeige und 300 Euro Strafe belangt worden, sondern mit einer Verwarnung und 55 Euro davongekommen, sagt Holz in seiner Saisonbilanz. Grund: Die zuständige Bundesbehörde habe die verbotenen Bereiche nicht mit Naturschutz-Tonnen, sondern mit allgemeinen Sperrtonnen markiert. „Und dabei wird es vorerst auch bleiben“, so der Inspektionsleiter.

Aber natürlich kümmert sich die Wasserschutzpolizei nicht nur um die Beachtung von Naturschutzregeln. Insgesamt rund 580 registrierte Delikte stehen in der Statistik für die abgelaufene Saison – von der unzureichenden Bootskennzeichnung über fehlende Dokumente des Schiffsführers bis zu Vorfahrtsfehlern. „Mit der Zahl der Vorkommnisse bewegen wir uns auf dem Niveau der Vorjahre“, erklärt Inspektionsleiter Holz. Ein Kontrollschwerpunkt auch in diesem Jahr: die Einhaltung der Tempovorschriften auf See. Rund 100 Geschwindigkeitsverstöße ahndete die Schweriner Wasserschutzpolizei in ihrem Zuständigkeitsbereich, der auch den Landkreis Ludwigslust-Parchim und Teile des Landkreises Rostock umfasst. Auch mehrere Alkoholfahrer und ein Wassersportler unter Drogeneinfluss gingen den Beamten ins Netz.

21 Unfälle hat es zwischen Mai und September im gesamten Beritt der Inspektion gegeben, fast ausschließlich Festfahrungen und kleinere Karambolagen, wie Thomas Holz betont. Bedauerlicherweise sei in der zurückliegenden Saison jedoch auch ein Todesopfer zu beklagen gewesen. „Ein älterer Mann verunglückte im Juni im Schweriner See bei dem Versuch, sein auf Grund gelaufenes Boot selbst wieder frei zu bekommen“, so der Inspektionschef.

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 08.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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