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Zeitung für die Landeshauptstadt

08. Dezember 2016 | 10:54 Uhr

Schwerin baut : SWG zieht ins Anne-Frank-Carree

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Genossenschaft kauft drei der zwölf Immobilien vom Investor auf dem Großen Dreesch und bietet insgesamt 18 Mietwohnungen an

Viele hatten das Areal zwischen SWG-Hochhaus und Dreescher Markt schon abgeschrieben, denn nach den letzten Abrissarbeiten im Februar 2012 tat sich lange nichts auf der Freifläche in der Anne-Frank-Straße. Wo früher Poliklinik, Frauenhaus und Obdachlosenheim standen, hatten die Stadtplaner ein Eigenheimgebiet ins Auge gefasst. Doch an Neubauten auf dem Dreesch wagte sich erst einmal kein Investor ran. Nun entstehen dort schicke und gleichzeitig erschwingliche Wohnungen. Anfang März war Baustart im „Anne-Frank-Carree“: zwölf Häuser mit jeweils sechs Eigentumswohnungen. Das erste Gebäude soll im Frühjahr 2017 bezugsfertig sein. Die VR Bank finanziert das Vorhaben des Investors, der BIG Brüeler Immobilien & Grundbesitz GbR.

Und auch für die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft ist das Areal interessant. Eines der drei bereits im Hochbau befindlichen Gebäude hat die Genossenschaft erworben. Zwei weitere sollen folgen. Das berichtete Vorstandsvorsitzende Margitta Schumann jüngst gegenüber den 100 Vertretern der SWG vor Ort. Die Genossenschaft wird die Wohnungen vermieten. Das Interesse sei groß. „Die SWG erweitert damit ihren Bestand in attraktiven Wohnlagen“, sagt Schumann. „Es war eine bewusste Entscheidung für den Großen Dreesch.“

Es sind im ersten Gebäude fünf Dreiraumwohnungen mit einer Wohnfläche von rund 90 Quadratmeter und eine Zweiraumwohnung mit knapp 80 Quadratmeter Wohnfläche vorgesehen. Die beiden weiteren Neubauten werden etwas kleiner, etwa zehn Quadratmeter weniger in den Zwei- und Dreiraumwohnungen. Für jede der 18 Mietwohnungen werde es einen kostenfreien Stellplatz geben, kündigte die SWG-Chefin an.

Um die Mietpreise im Niveau der Genossenschaft zu halten, habe man sich bewusst entschieden, die fertige Immobilie vom Bauträger zu kaufen, statt selbst zu bauen, sagte Margitta Schumann. In Gesprächen gemeinsam mit den bauausführenden Firmen konnten dennoch individuelle Wünsche realisiert werden. So sind am SWG-Haus beispielsweise die Fensterrahmen außen grau statt weiß wie bei den Nachbarn. Auch gäbe es den Waschmaschinenanschluss im Bad mit Dusche und Wanne und nicht im Hauswirtschaftsraum wie bei den Eigentumswohnungen. Die SWG-Mitglieder können sich auf Fußbodenheizung und helle Räume freuen. Nur eine Küche müssen sie selbst besorgen. Dafür wird Schumann zufolge der Mietpreis bei etwa 7,50 Euro kalt je Quadratmeter liegen. Obwohl das für Neubaustandard in Schwerin vergleichsweise niedrig klingt, müssen Mieter einer Dreiraumwohnung immerhin auch rund 800 Euro monatliche Warmmiete zahlen. Das sei auch der Grund, warum die Wohnungen in den beiden nächsten Häusern etwas kleiner werden sollen.

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erstellt am 16.Okt.2016 | 21:00 Uhr

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