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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 05:27 Uhr

Bauen in Schwerin : Stadtplaner lassen sich Zeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bauen am Wasser: Für das Gelände des alten Straßenbauamtes gibt es immer noch kein Baurecht

Wer auf der Güstrower Straße nach Schwerin fährt, der wundert sich, warum auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbauamtes nichts passiert. In 1A-Lage stehen marode Häuser und Hallen leer, wuchern Bäume und Kraut. Dabei gibt es für das Gelände unmittelbar am Wasser schon längst eine Idee und sogar eine Visualisierung. Die LGE entwickelt die Fläche im Auftrag des Landes und hat genaue Vorstellungen, was dort entstehen soll: Wohnungen. Die sind in Schwerin zurzeit heiß begehrt, in Wassernähe sowieso. Was zur Verwirklichung fehlt, ist das Baurecht. Vor zwei Jahren berichtete SVZ über die Pläne. Damals sagt LGE-Geschäftsführer Robert Erdmann: „Zum Jahresende wollen wir Baurecht haben.“ und „Die ersten Interessenten haben sich bereits gemeldet.“ Beides könne er im Herbst 2016 nur wiederholen, sagt Erdmann jetzt. Im Dezember werde die Stadtvertretung hoffentlich dem Bebauungsplan für einen Wohnpark am Werderkanal zustimmen. Aus verschiedenen Gründen habe die Bearbeitung sehr lange gedauert, doch die Zeit scheint an dieser Stelle nicht besonders zu drängen. Auf drei Parzellen sollen ein oder mehrere Investoren hochwertige Wohnungen mit Blick auf den Ziegelsee bauen. Auch hier begrenzen die möglichen Parkflächen die mögliche Wohnungszahl. Von etwa 40 geht Erdmann aus. Ein künstliches Wasserbecken mit privaten Bootsanlegeplätzen mitten zwischen den Häusern war ursprünglich ebenso angedacht wie Ferienwohnungen – beides lässt die Stadt an dieser Stelle aber nicht zu.

Die so genannte Verkehrswertermittlung für die Fläche läuft jetzt. Erst wenn Baurecht erteilt ist, wird die Fläche bereinigt und erschlossen. Ein Jahr später, also 2018, könnte dann der Hausbau beginnen. Einen frei zugänglichen Uferweg soll es ebenfalls geben.

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erstellt am 30.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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