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Zeitung für die Landeshauptstadt

30. September 2016 | 00:01 Uhr

Investitionen in Schwerin : Stadt will Tourismus ankurbeln

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Baudezernent Bernd Nottebaum setzt auf Investitionen in Hotels, den Zoo und das Freilichtmuseum

Der Immobilienmarkt in Schwerin ist offenbar weiter von großem Interesse. Am Immobilienforum 2016 nahmen gut 80 Architekten, Planer, Projektentwickler und Makler teil. Mehr als die Hälfte von ihnen kam aus der Region, aber es waren auch Gäste aus Berlin, Hamburg und Rostock mit dabei gewesen. Sie alle zeigten Interesse am diesjährigen Thema: Tourismus in Schwerin – Chancen und Herausforderungen.

Den Teilnehmern wurden die in Arbeit befindlichen Projekte wie die Schwimmhalle am Fliederberg und die Fokkerfläche an der Bornhövedstraße vorgestellt. „Wir suchen aber noch Investoren mit genialen Ideen für das Jagdschloss Friedrichsthal, für die Strahlenklinik und das historische Gutshaus in Lankow“, sagte Baudezernent Bernd Nottebaum. Er kann sich gut vorstellen, die beiden Objekte in Lankow gemeinsam zu vermarkten und als Tourismusstandort direkt am See zu entwickeln.

Derzeit gäbe es einen deutlichen Trend zum Urlaub in Deutschland. „Daran wollen wir teilhaben“, so Nottebaum. Er geht davon aus, dass Schwerin 100 000 Übernachtungen im Jahr mehr vertragen kann. Denn 2015 waren es 331 000, zur Buga 2009 immerhin 442 000.

Potenzial sehen offenbar auch Hotelketten. „Wir haben große Investitionen vor der Brust“, so der Baudezernent. Er berichtete von gleich zwei Anfragen zum Parkplatz am Bürgermeister-Bade-Platz. „Dort soll ein günstiges Hotel mit zwei bis drei Sternen entstehen“, so Nottebaum. Deutlich gehobener könnte es am Beutel werden. Das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Polizeigebäude und die davor gelagerte Fläche könnten ein Hotel mit Vier- oder Vier-Sterne-Plus-Standard aufnehmen. „Investor und Hotelbetreiber sind in intensiven Gesprächen.“ Eine Entscheidung werde es aber nicht von heute auf morgen geben.

Für das Freilichtmuseum in Mueß kündigte Nottebaum Investitionen in Millionenhöhe an. „Wir können die Besucherzahlen von jetzt 22 000 auf etwa 80 000 bis 90 000 steigern.“

Den Zoo will der Baudezernent ebenfalls attraktiver machen. Und das benachbarte Areal um die Jugendherberge bedürfe auch einer Entwicklung. „Aus dem Standort kann man mehr machen – was, das muss man sehen.“

Während sich in der Stadt etwas tut, gibt es auf den Seen touristisch gesehen Stillstand. „Beim Wassertourismus haben wir nichts gekonnt“, so Bernd Nottebaum. Der Grund: Seit drei Jahren wartet die Stadt auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes in Sachen Schlossbuchtanleger. „Das blockiert alle weiteren Investitionen auf dem See.“

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erstellt am 18.Sep.2016 | 07:15 Uhr

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