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Zeitung für die Landeshauptstadt

05. Dezember 2016 | 09:29 Uhr

Schweriner Feste : Stadt soll bei den Festen mitreden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtvertreter diskutieren, ob der OB mit Hilfe der Stadtmarketing-Gesellschaft Altstadtfest und Weihnachtsmarkt neu organisieren muss

Es soll ja ausdrücklich keine Kritik an den jetzigen Veranstaltern des Schweriner Weihnachtsmarktes und des Altstadtfestes sein, betonte Silvio Horn. Und das „Aber“ lieferte der Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Bürger gleich hinterher: „Beide Großveranstaltungen ziehen ganz viele Besucher, auch von außerhalb. Sie haben eine große Bedeutung. Und dennoch haben wir uns als Stadtvertreter noch nie konzeptionell dazu beraten“, sagte Horn. „Und das, obwohl die Feste weitgehende Auswirkungen auf Schwerin und die Schweriner haben.“

Die Unabhängigen Bürger haben deshalb beantragt, dass der Oberbürgermeister über die Stadtmarketing GmbH ein Veranstaltungskonzept für das Altstadtfest und den Weihnachtsmarkt erarbeiten lässt und dieses bis zum März kommenden Jahres den Stadtvertretern zur Zustimmung vorlegt. Ob das so beschlossen werden kann, darüber wird jetzt in den Fachausschüssen der Stadtvertretung diskutiert.

Das Pikante dabei: Für die Ausrichtung des Weihnachtsmarktes hatte es nach Kritiken am vorherigen Veranstaltungskonzept eine Ausschreibung gegeben. Unter den Bewerbern hatte sich die Stadt für den jetzigen Anbieter, die eigens gegründete Schweriner Weihnachtsmarktgesellschaft, entschieden und aufgrund zahlreicher Investitionen einen mehrjährigen Vertrag abgeschlossen. Dieser ist inzwischen verlängert worden. Für das Altstadtfest gäbe es dagegen keine Vorgaben durch die Stadt.

Die Unabhängigen Bürger wollen aber weitaus mehr, wie Silvio Horn verdeutlicht: „Hinsichtlich der Vergabe der beiden Events an Veranstalter gibt es keine einheitliche Vorgehensweise. Ein strategisches Konzept für die beiden Veranstaltungen in der Landeshauptstadt ist erforderlich, um die durchaus beachtlichen Auswirkungen – Tourismusförderung, Folgen für den Einzelhandel, Erreichbarkeit der Innenstadt, eingeschränkte Parknutzung, Umlenkung Nahverkehr, ordnungs- und sicherheitsrelevante Themen – zusammenfassend darzulegen.“ Darüber hinaus sollte die Verwaltung nach Vorstellung der Unabhängigen auch bei größeren Märkten wie dem Töpfermarkt sowie Veranstaltungen wie dem Winzerfest darlegen, welche Ziele die Stadt damit verfolge. Wie wichtig das sei, habe die Standort-Diskussion für das Winzerfest in diesem Jahr gezeigt, argumentierte der Fraktionschef.

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erstellt am 29.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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