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Zeitung für die Landeshauptstadt

06. Dezember 2016 | 09:14 Uhr

Schwerin baut neue Kitas : Stadt plant 450 neue Kita-Plätze

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Steigende Kinderzahlen zwingen Schwerin zum Handeln: Mehrere Neubauten sollen Entlastung werden

In der Landeshauptstadt fehlen 270 Krippen-, 180 Kita- und 150 Hortplätze. Das berichtete der zuständige Sachbearbeiter, Thomas Schukat, gestern bei der Vorstellung der aktuellen Kita-Bedarfsplanung im Hauptausschuss. Eine enorme Herausforderung für die Stadt. „Diese Engpässe können wir nur durch Kooperation mit unseren Partnern lösen“, betont Schukat. Denn anders als bei den Schulen ist die Landeshauptstadt selbst nicht Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen.

Konkret sehen die Zahlen so aus: Im Krippenbereich werden derzeit 2575 Plätze gebraucht, vor zwei Jahren waren es noch 2316. Ähnlich sieht die Steigerung bei den Kindergartenplätzen aus: 3548 werden benötigt, zehn Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Anders als in den Vorjahren, als durch Doppelbelegung von Räumen Übergangsvarianten geschaffen wurden, sollen jetzt dauerhafte Lösungen her, erläutert der zuständige Sachbearbeiter. „Die Kita-Bedarfsplanung ist ein kontinuierlicher Prozess, wir sind mehrmals im Jahr mit den Kita-Trägern im Gespräch. Deshalb sind die Planungen schon sehr konkret.“ Grundprinzip dabei: Kurze Beine – kurze Wege. „Wir planen in fünf Regionen, damit die Kinder möglichst wohnortnah in die Einrichtungen gehen können.“

Die Lösungen sehen laut Schukat so aus: Die Kita gGmbH wird eine neue Kindertagesstätte in der Gagarinstraße mit 90 Kindergarten- und 36 Krippenplätzen bauen. Der DRK-Kreisverband Schwerin baut ebenfalls eine neue Kita und zwar relativ innenstadtnah in der Lagerstraße. Angesichts der steigenden Bedarfe habe der Träger nach Gesprächen mit der Stadt die ursprünglich geplante Kapazität deutlich aufgestockt. Einen dritten Kita-Neubau gibt es in Wüstmark. Die Dreescher Werkstätten wollen an ihrem Standort in Süd eine integrative Kinderbetreuungseinrichtung bauen.

Ähnliche Pläne hat auch das Kinderzentrum, die sozialpädiatrische Nachsorgeeinrichtung am Lewenberg. Sie baut gerade ein neues „Medizinisches Zentrum für Kinder und Erwachsene mit Behinderung“ (MZEB) am Pappelgrund, das im Dezember bezugsfertig sein soll. Als nächster Schritt sei dort am neuen Standort auch eine integrative Kinderbetreuungseinrichtung geplant, so Schukat.

Weitere freie Träger wollen außerdem ihre Kapazitäten im Kita-Bereich aufstocken. Damit dürften die Engpässe bald Geschichte sein.

Entspannung werde es im nächsten Schuljahr auch in der Hortplatzsituation geben, verspricht Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum. „Die Planungen für den neuen Hort in der Friedensstraße laufen auf Hochtouren.“ Dort wird die ehemalige Berufsschule zum Hort für die Friedens- und Heineschule umgebaut. „Wir gehen davon aus, dass diese Baumaßnahme im Schuljahr 2017/18 abgeschlossen ist.“

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erstellt am 19.Okt.2016 | 08:00 Uhr

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