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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. Dezember 2014 | 16:02 Uhr

Baugebiete schon da : Stadt geht auf Investorensuche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Für ein Baugebiet in Lankow und für ein Wassersportzentrum in der Bornhövedstraße sollen Projektentwickler begeistert werden

Die Stadt nimmt einen neuen Anlauf, um zwei attraktive Flächen zu vermarkten. Zum einen soll das Areal des ehemaligen Internatskomplexes in Lankow zu einem für Schwerin außergewöhnlichen Wohngebiet entwickelt werden. Zum anderen geht es um ein Wassersport- und Freizeitzentrum an der Bornhövedstraße. „Für beide Vorhaben werden spätestens im Sommer die Ausschreibungen rausgehen“, sagte Wirtschaftsförderer Bernd Nottebaum.

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Das Interesse am außergewöhnlichen Wohngebiet „Wohnen am Lankower See“ blieb bisher hinter den Erwartungen der Stadtverwaltung zurück. Es gäbe zwar immer wieder einzelne Interessenten, aber lange nicht so viele wie beispielsweise für Einfamilienhäuser im Mühlenscharrn, sagte Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Die Stadtplaner würden aber weiterhin an dem im kubusartigen Bauhausstil geplanten Wohnquartier auf dem ehemaligen Internatsgelände festhalten.

Während die für Schwerin ungewöhnliche Bauweise bisher unwidersprochen blieb, stößt das von der Verwaltung entworfene Verkehrskonzept für das etwa 260 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern umfassende Wohngebiet jedoch schon auf Kritik. Das wurde in einer Einwohnerversammlung im Frühjahr vergangenen Jahres bereits deutlich. Alteingesessene Lankower befürchten, dass mit dem Neubau in den umliegenden Straßen ein Verkehrschaos bevorsteht, insbesondere in der Neumühler und der Ahornstraße. Neuer Anwohnerverkehr könnte die teils jetzt schon stark in Mitleidenschaft gezogenen Wohngebietsstraßen zusätzlich belasten. Außerdem sei die Zufahrt von der Gadebuscher Straße aus zur Berufsschule nicht in der Lage, den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen, lauteten die Bedenken. Die städtischen Verkehrsplaner hatten die Einwände zurückgewiesen. Über Parkplätze hingegen werde bei der „Feinabstimmung“ der Pläne weiter nachgedacht.

Schon im Sommer 2009 hatten Studenten der Technischen Universität Cottbus Ideen für die Entwicklung des ehemaligen Klärwerksgeländes an der Bornhövedstraße vorgestellt. 2011 dann hatte die Stadt ein so genanntes Interessenbekundungsverfahren durchgeführt. Zwei Interessenten hatten sich gemeldet. Doch sie befanden damals die Flächen als zu klein, um sie wirtschaftlich betreiben zu können. Daraufhin kaufte die Stadt die historische Fokker-Halle und erweiterte damit das infrage stehende Gelände. Jetzt also erneut der Versuch, einen Investor zu finden.

Doch die Randbedingungen sind offenbar wiederum nicht einfach. Neben dem Areal um die Fokker-Halle geht es um den Nordteil des Klärwerksgeländes. Ferienwohnungen und eine Marina kann sich die Stadt hier vorstellen. „Es sollen aber nicht mehr Bootsliegeplätze entstehen als bisher am Steg und in den Bootshäusern vorhanden sind“, so Bernd Nottebaum. Hintergrund dürfte der Managementplan für den Schweriner See und die Dauerforderung des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) sein, dass auf den Seen der Landeshauptstadt kein zusätzlicher Bootsverkehr entstehen dürfe. Der Naturschutz könnte auch eine Wassertankstelle an der Bornhövedstraße verhindern. „Die Umweltauflagen sind hoch und die Wassertiefe an dieser Stelle nur gering“, so der Wirtschaftsförderer. „Wir prüfen noch, ob eine Tankstelle für Boote an dieser Stelle überhaupt möglich ist.“

Noch bevor die Ausschreibung für die beiden Vorhaben rausgeht, will die Stadt schon mal ihre Fühler ausstrecken, ob es überhaupt Interessenten gibt. „Eine Ausschreibung ins Blaue macht in diesen Fällen wenig Sinn“, so Bernd Nottebaum.

 

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erstellt am 15.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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