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Zeitung für die Landeshauptstadt

03. Dezember 2016 | 03:28 Uhr

Debatte : SPD will Brückenbau stoppen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Leser-Diskussion spannt große Kreise: Sozialdemokraten beantragen, Fördermittel anders einzusetzen

Die Debatte, ob die Stadionbrücke neu gebaut werden soll, schlägt immer weitere Kreise. In der SVZ, aber auch an Stammtischen, auf Familienfeiern und in der Nachbarschaft wird das Thema heiß diskutiert. Und plötzlich auch wieder in der Politik. Zur Erinnerung: Im September hatten sich die Stadtvertreter für einen Neubau ausgesprochen, weil das Land Fördermittel in Aussicht gestellt hatte. Doch nachdem der Verkehr nun gut über die neue Kreuzung am Osterberg rollt, rudert die SPD-Fraktion zurück und formulierte am Donnerstag einen Antrag für die nächste Stadtvertretung: Die Investionsmaßnahme Stadionbrücke soll einen Sperrvermerk erhalten und die Verwaltung prüfen, ob das Land eine Verwendung der Fördermittel für andere Maßnahmen akzeptiert, so der Vorsitzende Daniel Meslien. Außerdem soll geprüft werden, ob aus den eingesparten Geldern eine Lärmschutzwand entlang der Krösnitz gebaut werden könnte.

Die FDP war schon im Vorfeld gegen einen Neubau, betont Kreisvorsitzender Sascha Priebe, der sich ebenfalls an der SVZ-Diskussion beteiligt: „Bei der desolaten Haushaltslage der Landeshauptstadt ist für Prestigeobjekte kein Platz. Im Jugendbereich will die Stadt in den nächsten Jahren 700 000 Euro einsparen und im Gegenzug soll in ein Millionenobjekt investiert werden? Das passt nicht zusammen.“

Und das sagen die Leser: „Die Ampellösung reicht für das derzeitige Verkehrsaufkommen aus. Es sind jedoch Nachbesserungen erforderlich“, findet Wolfgang Albrecht. „Der beleuchtete grüne Abbiegepfeil vom Zentrum kommend zur Krösnitz muss durch einen einfachen grünen Pfeil getauscht werden. Damit wird der Verkehrsfluss erheblich verbessert. Und die Bushaltestellen sollten zur Vermeidung von Staus hinter bzw. vor die Einmündung zur Stadionstraße verlegt werden.“

„Die gegenwärtige Lösung hat sich bereits in dieser kurzen Zeit bewährt. Es ist absolut überflüssig, einen Neubau in Erwägung zu ziehen“, schreibt Petra Hansen. Und auch Familie Günter aus Wessin meint: „Warum eine neue Brücke? Bestens vorbereitet und realisiert, der Verkehr rollt super. Lob an das Management.“

Dr. Roland Deh befürwortet den Vorschlag, den Dr. Badenschier in der SVZ gemacht hat, die Oberbürgermeisterin möge sich im Wirtschaftsministerium für eine alternative Mittelverwendung stark machen. „Die Sanierung der Beruflichen Schule in Lankow sollte prioritär angestrebt werden. Meines Wissens liegt wegen fehlender Haushaltsmittel die Planung auf Eis.“

Unter unseren letzten Einsendern kritisiert nur Dietrich Brandt die Kreuzung: „Die Ampellösung produziert zu viel stehenden Verkehr mit all seinen negativen Folgen und verschlechtert die Erreichbarkeit des Zentrums aus Richtung Südwest.“

 

 

 

 



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erstellt am 06.Dez.2014 | 08:00 Uhr

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