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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2016 | 03:12 Uhr

Crivitzer Geflügelzüchter : Sorge um die Schau des Geflügels

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Strenge Maßnahmen zur Vogelgrippe lassen Züchter um Höhepunkt des Zuchtjahres bangen - Präsentation für Januar geplant

Es wäre erst das dritte Mal in der 67-jährigen Geschichte des Crivitzer Rassegeflügelzuchtvereins, dass die Geflügelschau nicht stattfindet. Eine Vorstellung, die sich Uwe Röbke, Vorsitzender des Zuchtvereins, nicht ausmalen möchte. „Wenn die Schau wegen der Vogelgrippe gestrichen wird, dann bedeutet das einen finanziellen Verlust für den Verein“, stellt der Hobby-Züchter klar. Die Veranstaltung, die immer am zweiten Wochenende im Januar stattfindet und bei der rund 350 Tiere präsentiert werden, sei die Haupteinnahmequelle des Vereins. Röbke beziffert das Minus, das den Mitgliedern bei einem Ausfall am 14. und 15. Januar entstehen würde, auf etwa 2000 bis 3000 Euro. „Saalmiete, Standgelder, Käfigmaterial und auch die Preisrichter, die meistens schon ein Jahr im Voraus gebucht sind, müssen bezahlt werden. Da kommt schon einiges zusammen“, so der Crivitzer.

Neben den finanziellen Einbußen würde ein Ausfall auch einen ideellen Verlust bedeuten. „Man bereitet sich in einem Zuchtjahr ja auf die Ausstellung vor, hegt und pflegt die Tiere. Die Schau ist der Höhepunkt des Zuchtjahres. Dort kann man sich dann präsentieren“, erzählt der 60-Jährige, der bereits seit seinem zehnten Lebensjahr Hühner züchtet. Seine rund 70 Zuchttiere als auch knapp 20 Legehennen hat er genau nach Vorschrift eingestallt. Für das Geflügel sei das Stress pur, weil sie es gewohnt sind, im Freien umherzulaufen. Da könne es im Stall schon mal zu kleinen Kämpfen oder zum gegenseitigen Picken kommen. Zur Beschäftigung gibt es Grünfutter in den Stall.

Die strengen Maßnahmen findet Röbke sinnvoll und notwendig. „Es geht nun mal darum, eine Epidemie einzudämmen“, so der Vereinsvorsitzende. Dennoch findet er die Diskussion „etwas extrem“. Doch besondere Vorsicht sei „einfach sinnvoll“. Als Geflügelzüchter kann er die Halter der gefiederten Tiere nur davor warnen, möglicherweise verunreinigtes Wasser aus Regentonnen für die Tränken zu verwenden.

Den Umgang mit dieser besonderen Situation kennt er noch aus dem Jahr 2014. Damals hat der Ausbruch der Vogelgrippe zur Absage der Schau geführt. „Kurz vor Weihnachten wurden wir informiert“, erinnert sich Röbke. Vergangene Woche habe er beim Amtsveterinär angerufen und sich informiert, ob er weiter für die Veranstaltung planen soll. Von dieser Seite kam ein vorläufiges „o.k.“. Also lassen sich die Mitglieder nicht entmutigen und planen erst mal wie gehabt, damit die das schmucke Federvieh bei der Schau im Januar präsentiert werden kann.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 12:00 Uhr

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