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Zeitung für die Landeshauptstadt

01. Oktober 2016 | 15:48 Uhr

Die Zeit im Blick : So ticken Schwerins Uhren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zeitmesser im öffentlichen Raum genießen besondere Aufmerksamkeit – und werden regelmäßig gewartet

Bleibt die Armbanduhr stehen, ist das zwar ärgerlich, aber kein Problem. Tickt die Domuhr falsch, ist das sofort Gesprächsthema in der Stadt. Doch das kommt zum Glück nur sehr selten vor, sagt Domprediger Volker Mischok. „Ich schaue jeden Tag ganz automatisch nach oben, wenn ich am Dom bin. Die Schweriner sind sehr aufmerksam, wenn es um die Domuhr geht.“ Deshalb werde sie auch regelmäßig gewartet. Uhrmachermeister Hans-Joachim Güldenpennig aus Parchim erledige diese Arbeit seit vielen Jahren voller Enthusiasmus, sagt der Pastor und Hochachtung schwingt in seiner Stimme.

Die Uhr der Paulskirche wurde vor drei Jahren von Uhrmacher Wolfgang Schmidt aus Berlin repariert und versieht seither wieder ihren Dienst. „Ich musste aber schon mal nachjustieren“, erzählt Schwerins Klockenschauster Hans-Joachim Dikow. Den Zeitmesser im Blick hat im Alltag aber Kantorin Meike van der Wall.

Immer auf die Minute genau schlägt die Stunde in der Lübecker Straße 3 am Marienplatz. Dort hat Uhrmachermeister Jörg Gebert seien Laden und er legt großen Wert darauf, der der Zeitmesser exakt tickt. Selbst ein kleines Glockenspiel hat der Meister dafür installiert.

Automatisch hingegen wird die Uhr auf dem Marienplatz justiert. Der digitale Zeitmesser wurde vom Nahverkehr auf Wunsch vieler Schweriner nach der Sanierung der Platzes installiert.

Kaum bemerkt wird die Uhr am Rathaus. Sie ist im Vergleich zum Gebäude relativ klein. Um die Wartung kümmert sich das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt. Große Beachtung dagegen erfährt die Bahnhofsuhr, die derzeit aber hinter Gerüsten verborgen ist. Als sie vor ein paar Wochen falsch tickte, hagelte es Beschwerden. Gar nicht mehr tickt dagegen die große Uhr in der Wismarschen Straße gegenüber der Galerie Berger. Sie wies einst auf ein Uhrengeschäft hin, das aber schon lange zu ist. Anders der Laden in der Mecklenburgstraße . Dessen Vorzeige-Uhr verkündet: „Zur richtigen Zeit seit 1859 – Karl Warning u. Sohn“.

Wer mehr über alte Uhren und Geschichten zu deren Geschichte erfahren will, ist bei Dikow richtig. Er lädt wieder am 7. Oktober zu „Kultur beim Klockenschauster“ in die Münzstraße ein.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 21:00 Uhr

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