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Zeitung für die Landeshauptstadt

25. März 2017 | 06:49 Uhr

Willkommen in Schwerin : Sie hilft der Flüchtlingshilfe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Angebote bündeln, Partner zusammenführen: Kristin Rein arbeitet in der neuen Servicestelle Integration

Den Überblick über alle Angebote zu behalten, Partner aus der Flüchtlingshilfe an einen Tisch zu holen, Kontakte zu knüpfen – das sind die Aufgaben von Kristin Rein. Die 38-Jährige arbeitet seit März in der neu geschaffenen Servicestelle Integration in der Landeshauptstadt. Besser gesagt: Sie ist die Servicestelle Integration. „Meine wichtigste Aufgabe besteht in der Netzwerk-Arbeit“, sagt Kristin Rein.

Die Schwerinerin ist auf ihre Tätigkeit bestens vorbereitet. Als Ehrenamtliche hat sie im vergangenen Jahr die Kleiderkammer in der Erstaufnahmestelle in Stern Buchholz mit aufgebaut. Später half die Mutter zweier Kinder als hauptamtliche Mitarbeiterin der Malteser bei der Flüchtlingsbetreuung, kümmerte sich um Unterkunft und Bekleidung, um den Transfer in die Gemeinden, leitete den Kindergarten auf dem ehemaligen Armeegelände.

„Durch meine Arbeit bei den Maltesern habe ich einen guten Einblick in das Flüchtlingsthema bekommen“, sagt Kristin Rein. Großen Spaß habe ihr der Job gemacht, in ihrer neuen Position in der Servicestelle der Stadt können sie aber noch nachhaltiger für die Flüchtlinge wirken, die tatsächlich in der Stadt blieben.

So hält Kristin Rein an ihrem Schreibtisch im Stadthaus und auf vielen Außenterminen die Verbindung zu allen Vereinen, Verbänden und Institutionen, die in Schwerin auf dem Gebiet der Flüchtlingshilfe tätig sind. „Ich helfe dabei, gemeinsame Aktivitäten wie Feste und Infoveranstaltungen zu koordinieren, bringe Haupt- und Ehrenamtliche zueinander und bin auch Anlaufstelle für Anfragen von Bürgern“, erklärt Kristin Rein. Wer etwa eine Patenschaft für eine Flüchtlingsfamilie übernehmen möchte, dem kann die Mitarbeiterin der Servicestelle den richtigen Ansprechpartner vermitteln.

In Vertretung für den städtischen Integrationsbeauftragten Dimitri Avramenko hat Kristin Rein jetzt auch in Dresden an einer Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten teilgenommen. „Dieser Erfahrungsaustausch ist wichtig“, betont Rein. „Wir können noch viel voneinander lernen.“

Auch Kristin Rein, die ursprünglich aus Köpenick stammt und vor ihrem Engagement in der Flüchtlingshilfe ein eigenes Textilgeschäft in Schwerin geleitet hat, sieht sich als Lernende, etwa bei der Verständigung. „Ich komme zwar mit Englisch ganz gut weiter, mache aber trotzdem noch einen Arabisch-Kurs“, erzählt sie.

Kristin Rein will helfen, nach wie vor bestehende Vorurteile gegenüber Zuwanderern abzubauen. „Schwerin wird durch die Flüchtlinge bunter. Ich finde es charmant, andere Sprachen in der Stadt zu hören“, so die Mitarbeiterin der Servicestelle.

Wenn am kommenden Sonnabend, 30. April, von 17 bis 22 Uhr auf dem Markt ein Fest unter dem Motto „Tanz der Kulturen“ gefeiert wird, ist Kristin Rein mit dabei. „Feiern verbindet“, sagt sie. Wer Kontakt zu Rein aufnehmen möchte, erreicht sie unter der Telefonnummer 0385-5451261 in der Servicestelle im Stadthaus.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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erstellt am 27.Apr.2016 | 05:00 Uhr

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