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Zeitung für die Landeshauptstadt

01. Juni 2016 | 01:42 Uhr

Online-Forum : Schweriner planen jetzt mit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Diskussionsforum im Internet soll Stadt bei der Entscheidung helfen, wohin Fördermittel am dringendsten fließen sollen

„Die da oben machen ja doch, was sie wollen.“ Diesen Spruch hat die Stadtspitze schon oft gehört, wenn es um wichtige Entscheidungen für Schwerin geht. „Die Bürger wollen früh einbezogen werden und mitreden können, ohne warten zu müssen, dass es eine Einwohnerversammlung gibt“, berichtet Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow aus ihren Erfahrungen aus Bürgersprechstunden vor Ort und im Internet. Und so entstand in der Pressestelle die Idee des Online-Forums.

Der Dialog im Netz soll im Internet durch zwei Moderatoren geführt werden und weitaus mehr sein als nur eine Abstimmung. „Wir wollen zusätzliche Argumente erhalten“, sagt die Verwaltungschefin. Deshalb werde jeder Teilnehmer, der sich zuvor registriert hat, auch den gesamten Dialog aller Teilnehmer mitverfolgen können. Am Ende sollen die Gedanken zusammengeführt werden und als Grundlage für die Diskussion im Fachausschuss und später in der Stadtvertretung genutzt werden, wenn eine Entscheidung zu treffen ist. Bei der Premiere, die jetzt zwei Wochen lang läuft, wird das der Fall sein.

Denn es geht um die Verwendung von Fördermitteln. Fast kein städtisches Bauvorhaben kommt ohne Geld aus verschiedenen Fördertöpfen aus – einer der wichtigsten ist der „Europäische Fond für regionale Entwicklung“ (EFRE). Doch in welche Bauvorhaben, Grünanlagen, Radwege oder Denkmalsanierungen soll dieses Geld bis 2020 fließen? Darüber möchte die Stadtverwaltung mit den Bürgern bis zum 27. Februar im Forum Schwerin unter www.schwerin.de diskutieren. Die Ergebnisse der Bürgerdiskussion sollen in ein integriertes Stadtentwicklungskonzept einfließen. Der Hauptausschuss der Stadtvertretung hat in der vergangenen Woche beschlossen, dass zur Beratung des Bauausschusses über die Bürgerdiskussion und das Entwicklungskonzept gezielt Schweriner eingeladen werden sollen.

Grundlage für die Fördermittel sind bestimmte Rahmenbedingungen, die die Stadt erfüllen muss: Es muss um den Erhalt des kulturellen Erbes, sprich von historischen Gebäuden, gehen, um die Erhöhung des Grünanteils, um die Reduzierung von Verkehrslärm in Wohngebieten oder um Investitionen in Bildung und Soziales. Zwölf Punkte schlägt die Stadt vor (siehe unten). „Gibt es darüber hinaus Vorschläge, die die vier Handlungsfelder umfassen, werden wir sie gern aufnehmen“, betonte die Oberbürgermeisterin. „Ich hoffe, es machen möglichst viele Bürger mit.“

 

 

Die Vorschläge der Stadt:

• Erneuerung der Arsenalstraße im Bereich Südufer Pfaffenteich
• Umbau des Freilichtmuseums Mueß
• Denkmalgerechte Sanierung des alten Friedhofs (Trauerhalle)
• Neugestaltung des Schlachtermarktes
• Entwicklung neuer Wohngebiete im Bereich Mueßer Berg/Am Scharr in Neu Zippendorf sowie des ehemaligen Internatskomplexes an der Gadebuscher Straße in Lankow
• Schaffung eines durchgehenden Grünzuges am Schweriner Innensee im Bereich Waisengärten bis Altes Klärwerk
• Ausbau des Radwegenetzes (Radwege Lankow – Medewege, Wohngebiet Lankow – Neumühle )
• Erneuerung der Hagenower Straße im Abschnitt Haselholzstraße bis Brink als Lärmminderungsmaßnahme
• Sanierung der John-Brinckman-Schule
• Ausbau des Sportparks Lankow
• Bau eines Familienzentrums im Mueßer Holz
• Sanierung des Wichernsaals in der Körnerstraße 6 als Begegnungszentrum des Diakonischen Werks

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erstellt am 15.Feb.2015 | 22:00 Uhr

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