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Zeitung für die Landeshauptstadt

09. Dezember 2016 | 20:22 Uhr

Winter in Schwerin : Schwerin versinkt im Schnee

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Winterdienst mit zehn Fahrzeugen im Einsatz - Nahverkehr rollt reibungslos - Polizei registriert zwei Unfälle

Die ersten Schneeflocken des Winters kommen und Schwerin versinkt im Chaos? Ganz so schlimm ist es glücklicherweise nicht, wenngleich der starke Schneefall, der sich bis heute Mittag fortsetzte, doch erhebliche Probleme bereitete.

Die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) begannen zunächst mit zwei Streufahrzeugen, mussten dann aber ihre komplette Technik zum Einsatz bringen. „Wir haben versucht, mit allen Kräften gegenzuhalten und waren mit acht eigenen und zwei weiteren Räum- und Streufahrzeugen unterwegs“, sagt Axel Klabe. Zur Kritik vieler SVZ-Leser, dass in einigen Straßen davon aber nichts zu sehen war, sagte der SDS-Winterdienstchef, dass nach einer Prioritätenliste geräumt werde. Die Haupt- und Zufahrtsstraßen hätten Vorrang. „Wir haben aber bis zum Vormittag auch die kleinen Straßen frei gehabt.“

Dennoch gab es heute zwei Glätte-Unfälle, einer davon mit Totalschaden auf der Umgehungstraße, so Polizeisprecher Steffen Salow.

Die Reinigung der Gehwege hat die SDS komplett an Fremdfirmen vergeben. Die hätten ihre Aufgaben weitgehend erfüllt, so Klabe. „Die Straßenreinigungssatzung sieht vor, dass nach Ende des Schneefalls die Gehwege geräumt werden müssen.“ Die Stadt appelliert in diesem Zusammenhang an die privaten Hauseigentümer, ihrer Räum- und Streupflicht nachzukommen.

Der Nahverkehr indes war gut auf den Winter vorbereitet, berichtet Geschäftsführer Norbert Klatt. Die Stromleitungen der Bahnen wurden vorsorglich mit Enteisungsmitteln besprüht. „Wir hatten keine technische Ausfälle, es gab jedoch Verspätungen, weil rutschende Autos Schienen und Straßen blockierten“, so Klatt. Dadurch sei es heute früh im Berufsverkehr zu leichten Verspätungen gekommen. „Ab 8.30 Uhr rollte der Nahverkehr aber planmäßig.“

Auch die Stadtwerke hatten die Situation im Griff. „ In Schwerin gab es weder Stromausfälle noch Probleme mit Fernwärme- oder Gasversorgung“, sagt Stadtwerkesprecher Aurel Witt.

Im Schweriner Umland jedoch gab es erhebliche Probleme, vor allem mit der Energieversorgung. Einige Orte westlich des Schweriner Sees waren stundenlang ohne Strom. An der Lützower Schule fiel sogar der Unterricht aus. „Durch die Schneemassen kam es in Westmecklenburg zu großflächigen Störungen in der Mittel- und Niederspannungsebene, die durch herabfallende Äste und umgebrochene Bäume verursacht wurden“, erklärt Wemag-Sprecher Michael Enigk. „Die Reparaturarbeiten waren teilweise sehr schwierig, weil angesichts der schweren Schneelast weitere Gefahren durch abbrechende Äste oder umstürzende Bäume drohten“, erklärte Enigk den Zeitverzug. „Wir bitten unsere Kunden um Verständnis, jedoch geht die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort vor“, sagt Andreas Haak, Geschäftsführer der Wemag Netz GmbH. Durch die Reparaturarbeiten und Umschaltungen kam es deshalb auch heute wieder zu Unterbrechungen der Stromversorgung.


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erstellt am 09.Nov.2016 | 21:00 Uhr

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