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Zeitung für die Landeshauptstadt

27. Juni 2016 | 13:12 Uhr

Kostenexplosion : Schwerin baut zu teuer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schulsanierung, Straßen- und Brückenbau: Mehrere Großprojekte kosten deutlich mehr als ursprünglich geplant

Am Ende wird es dann doch teurer: Wie Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow jetzt auf Nachfrage der bündnisgrünen Stadtfraktion mitteilen musste, haben sich mehrere Großprojekte der Stadt nicht im Kostenplan halten lassen. „Für einige bereits begonnene und zum Jahresende 2015 nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben haben sich wesentliche Kostensteigerungen in Höhe von mindestens 100 000 Euro ergeben“, so die Verwaltungschefin.

So kostet der Um-, Aus- und Neubau des Goethegymnasium, der im Sommer abgeschlossen sein soll, nach jetzigen Berechnungen 13,78 Millionen Euro. Allein die Ausschreibung für den Rohbau brachte nicht die erhofften Ergebnisse, da die Baubranche derzeit gut beschäftigt ist. Mehr als eine Million Euro muss die Stadt für den Rohbau mehr hinblättern als ursprünglich vorgesehen. Zudem sind rund 300 000 Euro hinzugekommen für die Dienstleistungen des Zentralen Gebäudemanagements für das Bauvorhaben.

Nicht ganz so hohe Mehrkosten, aber doch ein stattliches Sümmchen mehr als gedacht wird die Kompletterneuerung der Straße Am Grünen Tal kosten. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow spricht von einer Steigerung um 400 000 Euro. Auch hier hatte die Ausschreibung der Bauleistung nicht die erhofften Ergebnisse gebracht. Zudem werden voraussichtlich die Ausgleichsmaßnahmen teurer und auch Ausgaben für den Munitionsbergungsdienst waren nicht vorhersehbar gewesen.

112 000 Euro mehr wird nach jetzigen Erkenntnissen die Hafenanlage auf Kaninchenwerder kosten. Grund dafür sind der OB zufolge die konkretisierten Pläne. Die Stadtkasse kostet das aber nur 28 000 Euro – 84 000 Euro Zuwendungen kommen aus anderen Töpfen.

Auch das Bauvorhaben der Brücke an der Schleifmühle lässt die Kosten explodieren. Eine Viertelmillion Euro sind es mehr für dieses Jahr. Der Hauptgrund: Die ursächliche, den Kostenaufstellungen zugrunde liegenden Planungen stammen aus dem Jahr 2003. Seitdem haben sich Bauleistungen allgemein verteuert. Zudem hatte die Stadt für die Umleitung des Verkehrs über die Lennéstraße und die Schlossgartenallee nicht mit so hohen Ausgaben gerechnet wie sie jetzt offenbar nötig werden.

Und schließlich wird auch der geplante Schiffsanleger am Freilichtmuseum Mueß nicht im Kostenrahmen bleiben. 152 000 Euro mehr schlagen hier zu Buche. Allerdings gilt auch hier: Für die Stadtkasse wird es dank anderer öffentlicher Mittel nur um 28 000 Euro teurer als zur Beschlussfassung der Stadtpolitik avisiert.

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erstellt am 12.Jan.2016 | 21:00 Uhr

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