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Zeitung für die Landeshauptstadt

27. März 2017 | 10:30 Uhr

Musik aus Schwerin : Schülerband spielt in erster Liga

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gruppe „Yellow Soggs“ vom Goethe-Gymnasium hat eigene CD aufgenommen und tritt im Speicher und im Dr. K auf

Rockbands haben oft merkwürdige Namen. In Schwerin gibt es die „Yellow Soggs“ – im übertragenen Sinne „gelbe Socken“. So heißt eine Schülerband des Goethe-Gymnasiums. „Anfangs wurden wir wegen unseres Namens schon ein bisschen belächelt“, erzählt Bandleader Michel Pingel. „Doch das hat sich geändert. Jetzt kommen andere Ensembles wie etwa der renommierte Jugendchor unserer Schule auf uns zu und fragen, ob wir nicht mal für sie spielen können.“ Auch in der Stadt haben die „Yellow Soggs“ einen guten Klang. Die IHK hat sie jüngst als musikalische Begleitung für eine Großveranstaltung im Ludwig-Bölkow-Haus gebucht. Und im Frühjahr treten sie noch im Werk 3 und im Dr. K auf. Am 19. Mai stehen die fünf jungen Musiker auf der Profi-Bühne im Speicher.

„Dass hier eine Schülerband auftreten darf, ist gewiss nicht selbstverständlich. Denn auf dieser Bühne muss dem Publikum Qualität geboten werden“, sagt Speicher-Manager Dieter Manthey. Das jedoch könnten die „Yellow Soggs“ garantieren. Gutes handwerkliches Können an den Instrumenten, unaufgeregtes professionelles Auftreten auf der Bühne und jugendliche Frische würden die jungen Leute mitbringen, lobt Manthey. Das hätten sie im vergangen Jahr unter Beweis gestellt.

Die „Yellow Soggs“ sind fünf Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren. Vier von ihnen lernen am Goethe-Gymnasium – das sind Sängerin Sophie Richter, Keyboarderin Bentje Büttner, Bassist Michel Pingel und Schlagzeuger Justus Schröder – und Otto Weinert, der an der E-Gitarre steht, lernt an der Niels-Stensen-Schule. Betreut wird die Band vom Lehrer Marcus Rust.

„Von Marcus stammt eigentlich die Idee, an unserer Schule, an der viel Wert auf klassische Musik gelegt wird, auch eine Pop- und Jazzband zu etablieren“, verrät Sophie Richter. In der Startphase gab es zunächst wechselnde Besetzungen, jetzt habe sich ein passendes Team gefunden, sagt Michel Pingel. Das heiße aber nicht, dass alle immer einer Meinung seien, fügt Justus Schröder hinzu. „Doch kleine Streitigkeiten, zum Beispiel wenn es um die Stilrichtung des nächsten neuen Songs geht, bekommen wir locker gelöst“, ergänzt Bentje Büttner lachend. Dazu habe eine gemeinsame Probenwoche viel beigetragen, sagt Otto Weinert. „Da haben wir uns als Team gefestigt.“ Ausdrücklich heben alle fünf die Rolle ihres Lehrers hervor. „Marcus versteht jedes Instrument, er kann alles spielen. Und er versteht uns. So konnten wir als Band so schnell vorankommen“, sagt Sophie Richter. Mittlerweile habe man sogar eine eigene CD – „Fly high“ – eingespielt.

Doch wie kam es nun zu dem merkwürdigen Bandnamen? „Bei uns an der Schule tragen viele Ensembles das ,ggs‘ im Namen, also die Abkürzung für Goethe-Gymnasium Schwerin. Soggs klang einfach gut“, erzählt Michel Pingel. „Doch weil sich das etwas profan anhörte, haben wir yellow hinzugefügt, denn yellow submarine zum Beispiel hört sich ja auch gut an“, erklärt Sophie Richter. Und den Spaß, sich bei den Auftritten tatsächlich gelbe Socken anzuziehen, machen sich die jungen Leute jetzt einfach.

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erstellt am 21.Mär.2017 | 12:00 Uhr

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