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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. August 2014 | 10:15 Uhr

Schüler attackieren Zehnjährigen

vom

Schwerin | Die Nachricht schockiert: Ein zehnjähriger Junge musste nach eine r Rangelei in der Friedensschule im Krankenhaus behandelt werden. Erste Befürchtungen, der Schüler habe sich bei dem Angriff schwere Verletzungen zuge zogen, hätten sich jedoch zum Glück nicht be stätigt, sagte gestern Poliz eisprecherin Ma nuela Kunze. Im Klinikum seien keine größeren Bles suren festgestellt worden. Der Zehn jährige habe deshal b das Krankenhaus auch schon wieder verlassen können, so Kunze . Ermitt lungen gegen die Lehrer, etwa wegen unterlassener Hilfeleistung, wür den nicht geführt.

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Im Schulgebäude in der Paulsstadt soll der Zehnjährige von zwei gleich altrigen Klassenkameraden geschubst und getreten worden sein. "Der Schüler hat dann noch am Unterricht teilgenommen, später am Nachmittag aber über Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt", berichtet Kunze. Die Mutter habe den Jungen schließlich zur Un tersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Schulleiterin Regina Böttcher zeigte sich tief bestürzt über den Übergriff. "Wir kennen eine solche Gewalt an unserer Schule nicht", erklärte sie. Die Friedensschule habe einen sehr guten Ruf und sei bekannt für ihre ruhige Lernatmosphäre. Böttcher kündigte eine Aufarbeitung des Vorfalls an. "Wir werden uns um die Angelegenheit kümmern", versicherte die Pädagogin.

Eine Überprüfung des Sachverhaltes stellte auch der Sprecher des Bildungsministeriums, Henning Lipski, in Aussicht. Schulrat und Schulpsychologin hätten die Friedensschule auch bereits aufgesucht "Wir haben mit allen Be teiligten gesprochen", betätigte Schulrat Knut Gatz gegenüber unserer Zeitung. In der Friedensschule sei ein Krisenteam gebildet worden, heute Morgen solle es eine Lehrerkonferenz geben, um das weitere Vorgehen abzustimmen, so Gatz. Der attackierte Viertklässler habe von seiner gesamten Klasse schon eine Genesungskarte bekommen. Der Übergriff auf den Zehnjährigen sei sehr bedauerlich, die mutmaßlichen Täter hätten ihr Verhalten aber schon bereut, sie seien bisher auch nicht auffällig geworden, betonte der Schulrat. Es komme nun darauf an, alle Schüler wieder in den Klassenverband zu integrieren. Den Lehrkräften sei kein Vorwurf zu machen.

"Die Schule hat im betreffenden Fall sofort reagiert", lobte auch die Schweriner Präventionsbeamtin Heidi Liebmann. Sie verwies ebenfalls darauf, dass die beschuldigten Schüler bereits ein Unrechtsbewusstsein gezeigt hätten. Nach Ostern werde sie in der Frie densschule ein Training für gewaltfreie Konfliktlösung anbieten, kündigte die Polizistin an.

Gewalt ist in der Vergangenheit leider immer wieder ein Problem an Schweriner Schulen gewesen. Für Aufsehen hatte im zurückliegenden Jahr ein Vorkommnis an der Bertolt-Brecht-Schule auf dem Großen Dreesch gesorgt. Im Internet war ein Vide o aufgetaucht, das Übergriffe von Schülern der Oberstufe der In tegrierten Gesamtschule auf Sechstklässler zeigte. Die Schweriner Kripo ermittelte vier Tatverdächtige (wir berichteten).

Die Untersuchung im aktuellen Fall an der Friedensschule hat ebenfalls das Kriminalkommissariat in der Landeshauptstadt übernommen. Gegen die beiden Jungen, die ihren Mitschüler attack iert haben sollen, werde wegen Körperv erletzung ermittelt, hieß es gester n. Zwar seien die Zehnjährigen noch nicht strafmündig, doch solle der Sachver halt aufgeklärt werden.

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von Christian Koepke
erstellt am 20.Mrz.2013 | 07:48 Uhr

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01. | Daniela Mutter | 07.04.2013 | 15:10 Uhr
Schüler attackieren Zehnjährigen

Die Friedensschule hatte viele Jahre einen vorbildlichen Ruf. Das ist seit einiger Zeit nicht mehr so. Auch ich habe ein Kind, dass seit einiger Zeit diese Schule besucht. Leider habe ich festgestellt, dass Aggressionen und spontane Gewalt an der Schule deutlich zugenommen haben. Einige Lehrer und Erzieher des Hortes sind mit dieser nicht akzeptablen Gewaltbereitschaft überfordert und spielen derartige Situationen herunter. Leider habe ich das Gefühl, dass Ihr Artikel einseitig berichtet und ganz offensichtlich die Prügelei ebenfalls herunterspielt. Die Schule sollte sich gut überlegen, mit dieser Taktik
fortzufahren. Sinnvoller erscheint mir die Auseinandersetzung mit verhaltensauffälligen Kindern, um eine weitere Rufschädigung abzuwenden.

02. | Kathrin Mutter | 27.03.2013 | 21:27 Uhr
Schüler attackieren 10-Jährigen

schlimm genug, dass der Junge nach der Prügelei von den Lehrern keine Hilfe bekam und sich niemand verantwortlich dafür fühlte um die Eltern oder einen Arzt zu informieren. Jetzt wird über die Zeitung der Fall runter gespielt um den Ruf der Schule wieder hin zu biegen. Unglaublich!! Ich entnehme hier nichts in Bezug auf Konsequenzen für die prügelnden Jungs, egal ob es das erste Mal war oder nicht. Der Junge hat in der Schule schon gesagt, dass es ihm nicht gut geht, und nicht erst zu Hause, wie es hier dargestellt wird. Übelkeit und Kopfschmerzen sind ein Zeichen für eine Gehirnerschütterung, das klingt für mich nicht nach einer kleinen Blessur. Wenn ich lese dass die Lehrer in diesem Fall nicht zur Verantwortung gezogen werden, macht es mich wütend. Durch
die Darstellung in diesem Artikel wirkt diese Schule nicht sonderlich vertrauenswürdig auf mich. Natürlich gibt es überall Auseinandersetzungen zwischen den Schülern, aber der Umgang der Schule mit diesem Fall ist alles andere als korrekt. Ich wünsche dem Opfer alles gute und hoffe auf Gerechtigkeit und mehr Respekt!!

03. | Eckhard Hofstetter | 21.03.2013 | 19:27 Uhr
Schüler attackieren Zehnjährigen

Dieser Artikel in der SVZ entspricht in keinster Weise der Wahrheit !Dieser Artikel wurde im Sinne dieser Schule verfasst.Hat sich der Verfasser dieses "Artikels" bei der Mutter des Jungen erkundigt ?Hat der Verfasser nachgehakt, warum der Junge noch weiterhin am Unterricht teilnehmen mußte, obwohl es dem Jungen nicht gut ging? Hier ging es schlicht und ergreifend um unterlassene Hilfeleistung gegenüber
Schutzbefohlenen !
Herr Christian Koepke, sind Sie ein Journalist der hinterfragt ? Wenn Sie der
Vater dieses Jungen wären, als Journalist, wäre dann dieser "Artikel" auch so geschrieben worden ?
Zum Artikel von "Ein Vater": Nichts hören, sehen,sagen ?
Anonym seine Meinung zu sagen ist hier fehl am Platz,das ist gleichzusetzen mit Feigheit !

04. | Ein Vater | 21.03.2013 | 17:17 Uhr
Mücke und Elefant

Mein Kind lernt seit mehr als 3 Jahren an dieser vorbildlich geführten Schule mit hervorragender Hortbetreuung. Gewalt war dort bislang nie ein Thema.
Rangeleien auf dem Schulhof gab es schon immer und wird es immer geben. Man sollte sicher nichts bagatellisieren aber auch nicht nicht immer alles überbewerten und aufbauschen. Aber manchmal braucht eben auch die svz ihre Schlagzeilen...

05. | Arthur Mogger | 21.03.2013 | 10:47 Uhr
Rangelei

Gestern war es noch Gewalt an der Schule, heute ist es eine Rangelei.
Gestern war es noch eine schwere Verletzung, heute sind es
kleinere Blessuren.
Krankenhaus, Lehrerkonferenz, Schulrat beim Ministerium aktivieren...und natürlich eine Riesenschlagzeile in der Zeitung.
Geht`s nicht eine Nummer kleiner?

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