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Zeitung für die Landeshauptstadt

03. Dezember 2016 | 01:20 Uhr

Grünpflege in Schwerin : Schlossgarten wird repariert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kettensägen, Radlader und Schwimmbagger: Die besucherarme Zeit wird genutzt, um Baumreihen, Wege und Kanäle zu sanieren

Kettensägengeknatter im Schlossgarten lässt die Schweriner aufhorchen. Doch Dietmar Braune, der im Betrieb für Bau und Liegenschaften des Landes für die staatlichen Parks zuständig ist, kann beruhigen: „Wir nutzen die besucherarme Zeit, um Wege und Kanäle zu sanieren und natürlich auch für die Baumpflege.“

Durch die kontinuierliche Arbeit seit der grundlegenden Sanierung der Parkanlage zur Buga 2009 seien die erforderlichen Maßnahmen am Baumbestand zwar insgesamt eher moderat, doch hier und da müsse doch deutlich eingegriffen werden. „Das betrifft insbesondere Gehölze, bei denen die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist. Deshalb müssen wir eine Eiche, eine Kastanie und drei Erlen abnehmen. Doch während die Eiche und die Kastanien zu den landschaftsprägenden Bäumen gehören und ersetzt werden, waren die Erlen Wildwüchse“, erläutert der Fachmann. Pflegeschnitte zur Erhaltung der Sichtachsen dagegen gehörten eher zum Alltagsgeschäft.

Als deutlich aufwändiger indes stellt sich die Situation der Wege dar, die nach historischem Vorbild einen Grandbelag, also eine helle, wassergebundene Decke haben. „Vor allem durch Radfahrer wird die Deckschicht abgefahren, es bilden sich Dellen, Rillen und Furchen, die zu Pfützen werden. Deshalb müssen die vielbefahrenen Wege auch alle fünf bis zehn Jahre saniert werden“, so Braune.

Das passiert derzeit mit zweien: Der so genannte Knüppeldamm ist bereits fertig, muss aber noch ein paar Tage ruhen, wie die Fachleute sagen. „So können sich die kleinen Steinchen besser verzahnen, der Belag wird fester und deutlich haltbarer“, erklärt Burkhard Berg vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsbaubetrieb aus Lübstorf. Am kommenden Wochenende soll dieser Weg aber wieder frei gegeben werden.

Im Gegensatz dazu wird an einem anderen Hauptweg aber noch intensiv gearbeitet: der Verbindung zwischen Schleifmühle und Jägerweg. Ungünstig für Passanten sei indes, dass es für den Mittelteil unterhalb der Kaskaden nur weiträumige Umleitungen gäbe, sagt Braune: entweder über die Stellingstraße oder die Lennestraße. „Wir hoffen aber, dass wir in einer Woche fertig sind“, so Braune. „Aber nur, wenn das Wetter mitspielt“ ergänzt Berg. Denn Frost und Regen könne er gar nicht gebrauchen.

Die dritte Baustelle dieser Woche wird der Kreuzkanal sein. „Der ist total verkrautet. Wir müssen die Wasserpflanzen herausnehmen – und das sind nicht nur See- und Teichrosen, die das Oberflächenbild beeinträchtigen, sondern auch Wasserpest und Algen. Die stören den Durchfluss, der Kanal verschlammt“, so Braune.

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erstellt am 01.Dez.2016 | 12:00 Uhr

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