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Zeitung für die Landeshauptstadt

04. Dezember 2016 | 04:52 Uhr

Schweriner Kulturforum : Schleswig-Holstein-Haus auf Profilsuche

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Team vom Kulturbüro will breitere Besucherklientel als bisher erreichen und setzt auf neue Kooperationspartner

Das Schleswig-Holstein-Haus hat ein von der Stadtvertretung beschlossenes neues Konzept und eine neue Leiterin, doch der erhoffte Besucherzuwachs ist bislang ausgeblieben. Die große Sommerausstellung lief deutlich schlechter als von der Stadt erhofft: Fotografien waren nicht der Besuchermagnet. Und nun ist das städtische Kulturforum auch nicht mehr die ganze Woche offen, sondern bleibt am Montag zu und öffnet an den anderen Tagen eine Stunde später als bisher, nämlich um 11 Uhr. Ist der Neustart also gescheitert?

„Keineswegs“, sagt Kulturbüro-Chef Dirk Kretzschmar. „Wir stellen uns als Kulturforum der Landeshauptstadt breiter auf und konzentrieren unsere Kräfte.“ Den montäglichen Ruhetag und die veränderten Öffnungszeiten habe der Gutachter empfohlen. „Wir haben die Besucherströme analysiert und sind zu dem selben Ergebnis gekommen“, sagt Antje Schunke, die Leiterin des Schleswig-Holstein-Hauses. Kultur-Touristen seien daran gewöhnt, dass Museen und Galerien in der Regel montags geschlossen sind. Ebenso, dass die meisten Häuser erst um 11 Uhr öffnen. „So können wir uns auch besser auf die Abendveranstaltungen einstellen, deren Zahl deutlich zugenommen hat. Gleiches trifft auf Hochzeiten zu. Die haben unserem Haus in diesem Jahr schon mehr als 4000 Besucher beschert“, berichtet Schunke. Viele von ihnen seien das erste Mal im Schleswig-Holstein-Haus gewesen und hätten das Kulturforum nun für sich entdeckt, erzählt die Kulturmanagerin.

Unter die Stichworte Breite und Vielfalt passen auch die aktuell anstehenden Veranstaltungen: Das seien der Adventsmarkt am kommenden Wochenende mit mehr als 40 Künstlern, Kunsthandwerkern und weiteren Ausstellern sowie breitem Unterhaltungsprogramm. Geöffnet ist Sonnabend von 12 bis 20 Uhr, Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Das Markttreiben widerspiegele noch einen weiteren neuen Trend: die Kooperation mit Partnern. So sorge der Bauspielplatz-Verein im Garten für Kinderbeschäftigung und Versorgung, die Stiftung Mecklenburg biete im Obergeschoss bebilderte Vorträge zu Weihnachten in Mecklenburg.

Gemeinsam mit der Stiftung werde auch die große Ausstellung zu Friedrich Wachenhusen, dem Mitbegründer der Ahrenshooper Künstlerkolonie, organisiert, kündigt Anja Schunke an. Die Schau „Farben des Nordens“ werde am Freitag, 2. Dezember, eröffnet. Am 21. Dezember folgt – ebenfalls in Kooperation mit einem Partner – die erste Kurzfilmnacht im Holstein-Haus. Eine Neuerung hat die Leiterin noch zu verkünden: Ausstellungsbesucher sollen künftig mit ihrer Eintrittskarte diese Sonderschauen mehrfach besuchen können.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 23:08 Uhr

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