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Zeitung für die Landeshauptstadt

10. Dezember 2016 | 17:37 Uhr

Cambser Kinder lernen Schach : Schach kinderleicht gemacht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schüler im Hort der Grundschule Cambs entdecken das Brettspiel und trainieren immer montags den Denksport

Die kleinen Hände bewegen sich schnell über das Brett. Der Blick ist konzentriert auf die Phalanx vor den eigenen Schachfiguren gerichtet. Wenn Till einen Zug macht, reagiert Fabien nach kurzer Überlegung souverän. Dabei sind die beiden keine erwachsenen Profis, sondern erst zehn Jahre alt. Jeden Montag von 14 bis 15 Uhr spielen sie im Hort der Grundschule in Cambs Schach.

„Die AG gibt es seit Anfang 2015. Ich hatte mich zu Hause damit beschäftigt, wie man Kindern Schach beibringt. Denn mein Sohn Luca wollte das Spiel gerne lernen“, erklärt Tanja Paepcke, die die AG auf den Weg gebracht hat und die Schach-Kinder nun ehrenamtlich gemeinsam mit Erzieherin Karina Schulz betreut.

Als der heute achtjährige Luca sich für das Spiel mit den weißen und schwarzen Figuren das erste Mal interessierte, war er fünf Jahre alt. Vorbilder hatte er in der Familie: Sein Vater und die Großeltern sind Schach-Liebhaber. Tanja Paepcke, die selbst eher wenig über Schach wusste, machte sich schlau, wie man kindgerecht das Spiel erklären kann und entdeckte „Schach für Kids“, eine Initiative, die mit besonderem Lehrmaterial Schach für Kinder ab drei Jahren vermittelt. Mit roten, grünen, blauen und gelben Chips werden anfangs die Wege der Figuren spielerisch erklärt, eine überdimensionale Plane mit Schachbrett-Muster verdeutlicht die Spielweise, und die Bretter und Figuren dürfen von den Kindern selbst gebastelt und bemalt werden. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, der mit seiner Plater Firma VSP als Pate das Lehrmaterial sponsert, holte Paepcke „Schach für Kids“ als Betreuungsangebot an den Hort in Cambs. Das Gute dabei: Die Kinder benötigen keine Vorkenntnisse, das Spiel wird von der Pike auf gelernt. Anfangs waren es sechs Kinder, mittlerweile sind es 20 Schach-Neugierige ab sechs Jahre, die das Brettspiel für sich entdecken - vorwiegend Jungen, aber auch drei Mädchen sind dabei.

„Wir hatten Lust auf etwas Neues, da haben wir uns hier angemeldet“, erklärt die achtjährige Fiona, die mit ihrer Freundin Soraja an der AG teilnimmt. Auch der siebenjährigen Lea macht das Brettspiel Spaß. Dass so viele Jungs dabei sind, findet sie „in Ordnung“. Kein Wunder, denn Schach als pädagogisches Hilfsmittel fördert nicht nur das logische Denken, Konzentration, Geduld und Willenskraft, sondern hilft ebenfalls dabei, das Sozialverhalten auszuprägen. „Die Spielpartner wechseln regelmäßig, jeder spielt mit und gegen jeden“, erklärt Paepcke, „von der ersten bis zur vierten Klasse“. So lernt jedes Kind, seinen Spielpartner zu akzeptieren.

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erstellt am 09.Nov.2016 | 10:00 Uhr

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