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Zeitung für die Landeshauptstadt

11. Dezember 2016 | 11:01 Uhr

Kieswerk Consrade wird ausgebaut : Sand, Kies, Geröll und Millionen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unternehmer Oliver Dörner investiert kräftig und zieht mit der Verwaltung von Crivitz in die Gemeinde Plate um

Der Kiesabbau hat in Consrade schon lange Tradition, die weißen Laster mit dem blauen Schriftzug gehören für so manchen Einwohner bereits fest zum Ortsbild. Die Rede ist vom Kieswerk Otto Dörner – besser gesagt von einem der sechs Standorte in Mecklenburg-Vorpommern. Vor wenigen Wochen ist nun aber auch der Verwaltungssitz von Crivitz in die Gemeinde Plate verlegt worden. „Es hat Vorteile, wenn die Verwaltung dichter an die Produktion rückt“, sagt Geschäftsführer Oliver Dörner. Auch die Mitarbeiter würden sich über den Wechsel und die kürzeren Wege freuen.

Doch nur mit Dutzenden Aktenordnern in Umzugskartons sei es nicht getan. Bereits in den Jahren zuvor wurde in den Standort Consrade investiert. Mehrere Millionen Euro sind es in den vergangenen Jahren gewesen, und weitere sollen folgen. „Auch in 50 Jahren werden wir hier noch arbeiten“, versichert der Geschäftsführer. Damit geht es schon bald weiter, betont Dörner. Die Zeiten, in denen in einem Kieswerk lediglich Kies abgebaut wurde, seien lange vorbei. „Der Markt wandelt sich und wir entwickeln uns weiter“, erklärt der Gesellschafter. Auf dem 115 Hektar großen Areal befindet sich neben dem Kiestagebau auch eine Deponie für unbelastetes Abbruchmaterial. Aber auch leicht belastete Stoffe kommen in Consrade auf den Hof. Ist das nicht gefährlich? Oliver Dörner schüttelt den Kopf. „Wir werden hier streng kontrolliert. Es gibt für alles genaue Vorschriften und auch Grenzwerte“, sagt der Firmen-Chef und betont: „Viel gefährlicher ist es, wenn solche Dinge irgendwo abgeladen und eben nicht fachgerecht gelagert oder aufgearbeitet werden.“ Sein Mitarbeiter Andreas Köhler-Weniger gibt ein Beispiel: „Wenn im Kleingarten oder auf dem Grundstück an einer Stelle Grünschnitt und andere Gartenabfälle verbrannt werden, dann gilt der Boden bereits als belastet – von den Überresten des Feuers.“ So lange alles an Ort und Stelle bleibt, sei es kein Problem. Werde der Boden jedoch bewegt, müsse er fachgerecht entsorgt werden. „Auf einer Deponie wie unserer beispielsweise“, sagt Oliver Dörner mit einem Augenzwinkern.

Ziel sei es zudem, weiterhin Erdaushub von Baustellen wieder in die Erde zu bringen. Doch auch unbelastetes Abbruchmaterial, das nicht wiederverwertet werden kann, gehört auf eine solche Deponie, betont Dörner: „Irgendwo muss es ja auch hin.“ Ziegel- und Betonbruch sowie Asphalt lassen sich bestens recyceln, kommen als Baustoffe wieder zum Einsatz.

Die Kapazitäten in Consrade sollen auch künftig ausgebaut werden. So entsteht demnächst eine Halle für die Zwischenlagerung von Bauschutt. Bereits während einer öffentlichen Bauausschusssitzung der Gemeindevertretung Plate schrillten bei diesem Thema die Alarmglocken bei einigen Einwohnern. Doch auch hier versichert der Firmenchef: „Nur was auch wirklich fachgerecht gelagert oder hier umgewandelt werden kann, bleibt auch auf dem Hof. Jede Ladung wird genau untersucht.“

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erstellt am 04.Nov.2016 | 05:00 Uhr

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